Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 1
Dank unter Freunden
Die Lagergemeinschaft Auschwit? (GAh) hat nur eine wirkliche Ver- pflichtung: die Verpflichtung gegenüber den Opfern, gegenüber den ehemaligen Hãftlingen. In deren Erinnerungen sind die let?ten Worte ihrer Kameraden an- gesichts des Todes gegenwärtig. Die Uberlebenden sollten leben, um der Nachwelt zu berichten, was den Inhaf- tierten widerfahren war. Wer der Ver- nichtung entkommen sein würde, Ssollte weitergeben, was Menschen im Lager ertragen und wahrgenommen hatten. Die nach und mit Auschwit? Weiterle- benden sollten Zeugnis ablegen auch im Namen derer, die zum Verstummen gebracht worden waren.
Diesen Auftrag hat der„Freundes- kreis der Auschwitzer“ übernommen. Darin besteht die Aufgabe der Lager- gemeinschaft Auschwit?- Freundes- kreis der Auschwitzer e. V.
Alles andere ist nachrangig. Und al- les steht unter dem Vorzeichen, das Ver- mãächtnis der Opfer zu wahren.
Wer die Lagergemeinschaft ist und was sie nicht ist
Selbstverständlich- und so steht es auch in der Satzung- organisiert die LGA Studienfahrten. Sie bietet Veran- Staltungen an. Sie publiziert For- Schungsergebnisse zu Auschwitz. Sie engagiert sich im õffentlichen Raum ge⸗ gen Rechtsextremismus. Sie informiert in Schulen und gegenüber den nachge- borenen Generationen. Sie arbeitet mit anderen Organisationen in Fragen der Beratung und Information zusammen. Sie pflegt Bezichungen vor allem auch zu den Vereinigungen der ehemaligen Hãftlinge. Sie unterstüt?t aus Spenden-
mitteln kranke und traumatisierte Op- fer. Sie leistet- ebenfalls aus Spenden Finanzierungshilfe bei Projekten, die der Erforschung einzelner Aspekte von Auschwitz dienen.
Aber deswegen ist die LGA kein Reiseunternehmen, kein Veranstalter von Vortrãgen, keine Historiker-Verei- nigung, keine Gesellschaft zur politi- schen Bildung. Dies alles partiell auch, aber sie ist immer eine besondere Ge- meinschaft, in Freundschaft verbunden, einem einzigartigen Auftrag verpflich- tet. Es macht den Unterschied ums Ganze aus, ob jemand Mitglied in der LGA wird, weil ihm eine Studienreise oder ein Vortrag gefallen hat, und wie- der austritt, wenn dies nicht der Fall jst, oder ob jemand der Lagergemeinschaft und dem Freundeskreis im Bewusstsein beitritt, dass er mit Vertrauensvorschuss in einen Kreis von Freunden aufge- nommen wurde.
Rechenschaftsbericht des Vorstands
In diesem Verständnis von Freund- Schaft und Verpflichtung wurde auf der let?ꝰtjährigen Mitgliederversammlung der Tätigkeitsbericht des Vorstands vorgetragen. Und so wird es auch auf der diesjährigen Versammlung am 22. September geschehen.
Der LGAVorstand hat die Freund- Schaft mit den ehemaligen Häftlingen vertieft. Unsere Fahrten dienen wesent- lich diesem Zweck.
So werden wir wãhrend des Aufent- halts in Auschwitz vom 19. bis 24. Au- gust 2007 den Spuren der Häftlinge des 1. Transports folgen. Uberlebende wer- den uns geleiten und vor Ort begleiten.


