Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer 15
Begegnung mit Halina Birenbaum
Als feststand, dass bei der Studien- reise Giehe Bericht S. 8 ff) eine Begeg mung mit der Holocaust Uberlebenden Halina Birenbaum stattfinden würde, holte ich zur Vorbereitung ihre Biogra- fie„Die Hoffnung stirbt Zuletzt? und ei- nen Band mit Gedichten von ihr aus dem Regel hervor. Bereits nach den er- sten Sätzen erinnerte ich mich, welch tiefes Mitgefühl ich empfand, als ich ih- re Werke zum ersten Mal las. Bewunt derswert und eindringlich bringt sie ih- re Tauer zum Ausdruck, die von einer große Güte und einem starken Glau- ben an die Menschen geprãgt ist.
Halina Birenbaum wurde 1929 in Warschau geboren. Im Getto wurde der Vater am„Umschlagplat?“ bei der Deportation von der Familie gerissen. In Majdanek wurde ihre Mutter er— mordet. Sie selbst überlebte Majdanek, Auschwit?, Ravensbrück und Neu— Stadt-Glewe, wo sie 1945 befreit wurde. Zurück in Warschau findet sie ihren
Bruder wieder, den einzigen weiteren Uberlebenden ihrer Familie. Sie emi- griert 1947 nach Palãstina, heiratet und wird Mutter von zwei Söhnen. Heute lebt sie in Herzlia. Wie sie zum Schrei- ben kam, berichtet sie im Vorwort ihres Buches„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ Giehe folgende Seiten).
Ich freute mich sehr Halina Biren- baum persõnlich kennenzulernen. Unt vergesslich bleibt mir die Szene, als sie auf der Pritsche im Block 27„Die Hoff- nung stirbt zuletzt“ signierte. Nachdem wir dort noch einen Augenblick allein geblieben waren, nahm sie mich in die Arme, herzte und küsste mich. Was ich dabei empfand, drückt am tiefsten ihr Gedicht„Tränen“ aus, das ich spãter in ihrem Beisein der Gruppe vortrug.
Als bisher Unbekannte sind wir uns begegnet, als innerlich Vertraute haben wir uns verabschiedet. Vielleicht gibt es ein Wiedersehen in Israel.
Gerhard Herr
Die nohenstehende Zeichmmg stammt von dem
jsraelischen Maler und Holocaust Uherlebenden
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nen“(auf der folgenden Seite) dem Band„Halina Birenbaum umd ich“ entmommen. Nehen Gedich-
F ten umd Zeichmmgen sind hier„Gedanen und 3 terpretationen? von Scherinnen und Schlern
des Ahert Schweitzer Gymmnasiums umnd des Ge- . chwister Schol Gymnasiums in Marl verõffent — licht Der eine Band wurde 2001 von Kurt Lan- 32 ger für den Sadtpartnerschaftsverein Horzia
Mar zum uhaum anbich des ↄMjhrigen Be- Stehens herausgegeben(IBNW 365775006).
Z Halina Birenhaums Lrik schreibt Langer im NVachwort, Zwischen den Zelen, S0 Schreiht se.
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Pre vie den feien Atem, ein Stick Wiodergehurt
Momente ohme Jodesgefahr umd ohne Angst“


