Heft 
(2007) 2/2007. Dezember 2007
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2 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

Neue Wege

Zu neuen Ufern wird die Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V. aufbrechen. Mit diesem Versprechen wenden wir uns an unse- re Mitglieder und Freunde. Zu neuen Ufern kommt man allerdings schwerlich auf ausgetretenen Pfaden. Deswegen will der am 22. September 2007 wiederge- wählte LGAVorstand seine Strukturen und die Kommunikation untereinan- der und in die Offentlichkeit hinein neu bestimmen.

Unsere Sat?ung und die Geschãfts- ordnung des Vorstands geben eine konventionelle Vereinsstruktur wie- der: Per Vorsit?ende reprãsentiert und organisiert den Verein: der stellvertre- tende Vorsit?ende, dessen Aufgaben- gebiet ansonsten unbestimmt bleibt, vertritt den Vorsit?enden, wãhrend der Kassierer traditionell verwaltend als Kassenführer gesehen wird. Diese Drei bilden denengeren Vorstand, dem derzeit drei Beisitzer und der Re- dakteur des Mitteilungsblatts beige- ordnet sind. Nicht bewährt hat sich ei- ne zeitweilige Beauftragung mit der Wahrnehmung von Aufgaben, die zwar nach der Geschäftsordnung des Vorstands möglich ist, aber zu unwer bindlich blieb.

Derengere Vorstand soll so wohl administrativZuständig und verantwortlich für die laufende Ge schäftsführung als auch,entspre chend den Beschlüssen des Vorstan- des, Konzeptionell gestaltend tätig sein- eine heutzutage unrealistische Aufgabenstellung und Uberforde rung eines ehrenamtlich besetzten Vorstands, dessen Mitglieder über wiegend berufstätig sind. Vergleich- bare Vereine gehen dieses Problem mit einem teilzeitbeschäftigten oder hauptberuflichen Geschäftsführer an, dem der ehrenamtliche Vorstand und

oft auch ein sachverständiger Beirat die Umsetzung der beschlossenen Zielvorstellungen übertragen. Diese Lõsung ist für uns aus Kostengründen nicht realisierbar.

EFin breites Spektrum lebendiger Erinnerungskultur

An vielen Orten im deutschspra- chigen Raum und vor allem auch in- ternational arbeiten Menschen über das ThemaAuschwitz 0b als Hi- storiker ausgebildet oder in anderen Fachrichtungen, ob als engagierte Finzelpersonen oder als Mitarbeiter in Projekten an Hochschulen, Akade- mien, in Vereinen, Schulen, Gedenk- stätten, allen voran im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau. Durch sie entstehen Zeitzeugeninterviews, Publikationen, Ausstellungen, Vor- trãge, Veranstaltungen, Zeitschriften- beitrãge.

Ein Schatz an dokumentiertem Wissen

In vier Bereichen könnten wir un- sere Arbeit intensivieren, indem wir die Verbindungen dorthin ausbauen, wo die Erinnerung an Auschwitz le- bendig ist und gepflegt wird: Erstens Fahrten nach Auschwit?, Gespräche