Heft 
(2006) 2/2006. Dezember 2006
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Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer 21

Kenau erzählen können. Also müsse man auf andere Formen der Informati- onsvermittlung zurũckgreifen.

Cywinski bezeichnete es geradezu als Paradox, dass jedes Jahr Millionen Menschen solche Museen und Vernich- tungslager besuchten. Denn anderer- Seits sei es Fakt, dass deren Stimmen nicht zu hören seien, wenn irgendwo auf der Welt ein neuer Genozid verũbt wer- de. Mit solchen Fragen werde sich das am Museum eingerichtete Internatio- nale Zentrum für Auschwitz und den Holocaust befassen.

Bildungszentrum des Museums stellt neue Guides ein

Direktorin des Internationalen Bil- dungs?zentrums im Museum ist KTysty- na Qleksy die dank ihrer langjährigen Arbeit als Stellvertreterin des vormali- gen Museumsdirektors Wröblewski viel Erfahrung über die Thematik mitbringt. Auf Orund der in den letzten zwei Jah- ren stark gestiegenen Frequentierung des Museums haben wir uns entschie- den, die Zahl der Museums-Guides auf- zustocken, sagte sie gegenüber PAP. Andrzej Kacorzyk, Leiter des Interna- tionalen Bildungszentrums, führt den starken Besucheranstieg vor allem auf die intensive Medienberichterstattung anlässlich des 60. Jahrestages der Be- freiung des Lagers, die Zunahme der Pilgerbewegung nach dem Tod von Papst Johannes Paul II. sowie die besse- re Erreichbarkeit des Lagers über neue Straßen- und Luftverkehrsverbindun- gen inmerhalb Polens zurück.

Von Januar bis August 2006 besucht ten 600.000 Menschen das Museum mit

seinen weit- lãufigen Gelãndebe- reichen, Ge- bãuden und Musstellun- gen. Diese Lahl ent- pricht unge- fähr der des Vorjahres- zeitraumes, meldete PAP. Der

Krystyna Oleksy mit dem Ausstellungskatalog der

DoMumentation Oher- Salæherg, den sie kürzlich von Aois Doppler Giehe p 1 S. 14 fh) überreicht bekam. aupttei

der Besu-

cher kam aus Polen, den USA, Großbri- tannien, Italien, Deutschland, Frank- reich und Israel. Museums-Guides be- gleiteten dieses Jahr fast 20.000 Grup pen durch das Gelände. An diesen Rundgängen hätten allein etwa 270.000 junge Menschen teilgenommen, hieß es bei PAP Antoni Stanczyk, der Direktor des Besucherdienstes des Bildungszen- trums, berichtete, dass nahezu 200 Gui- des ein spezielles Sprachtraining absol- viert und auch in der Materie besonde- re Schulungen erhalten hätten, um den Besuchern beim Rundgang durch die Gelãndebereiche und die Besichtigung der Gebäude Besonderheiten zu erläu- tern und Fragen zu beantworten.Zur- zeit nehmen wir weitere Bewerbungen von Guides entgegen, die die Sprachen Polnisch, Tschechisch, Slowakisch, Nor- wegisch, Schwedisch, Hebräisch, Spa- nisch sowie Niederländisch beherr- schen, Ssagte Stanczyk. Hans Hirschmann