Heft 
(2005) 2/2005. Dezember 2005
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Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer 33

um des KZ Buchenwald aufgenommen und bereits in zahlreichen Veröffent- lichungen publiziert.

Die Fotos von SSOffizieren zeigen entgegen allen Behauptungen nicht nur Erinnerungsbilder von Himmlers

leistet haben und auf deren Informatio- nen zZahlreiche der Namernsnennungen beruhen, nicht erwähnt wurden. S0 wur- den unter anderem die holländischen Auschwitz-Uberlebenden und ehemali- gen Hãäftlinge des Kanada- Kommandos,

Muschwitz-Besuch am 18. Juli 1942. Himmler ist nur auf einem einzigen zu Sschen. Andere Na- men identifizierba- rer Täter, bedeu- tende Namen in der Entwicklungsge- Schichte von Ausch- wit? wie Fritz Bracht, Erich von

»Befrachtet man die Gesichter der Fotfografierten, fält einem ins Auge⸗ nicht unbedingt Angst Sondern eine Art von Stummer Nauer ein Warten aufetwas, das man nicht Kennt und von dem man dennoch weiß, dass es unaus weichlich jst. Wenn man sch in diesen Ausdruck vertieft, beginnen die Bider zu Sprechen, zu Kagen, die Ver- Zweiflung der Qpfer preiszugehen.

Michael Schäfer, Göttinger Tageblatt 26.1.2005 überDas Auschwitz Album)

George van Ryk und Jakob de Hond, die bereits seit eini- gen Jahren verstor- ben sind, vergessen. Auch der Name des Rabbiners Bern- hard Farkas wird unterschlagen, ob wohl er im Beitrag von Springer-Aha- roni auf Seite 96

dem Bach-Zelews ki, Hans Kammler, Pachim Gaesar, Ru- dolf Hõss, Oswald Pohl, Karl Bischoff und Max Faust, werden verschwiegen.

Die Aufnahmen aus den Auschwitzer Nebenlagern und deren Umgebung sind sehenswerte Dokumentaraufnahmen des Lagerkomplexes, Fotos aus den KI. ſaworzno(Seite 268), Golleschau(. 269), Jawischowitz(S. 270), des Fahrbe- reitschaftslagers G. 271), dem Lagerin- teressengebiet und der Vorstadt von Auschwitz sowie dem darin gelegenen Monopolgebäude(S. 272). Auch hier fehlt jedoch jegliche Kommentierung der fotografischen Zeugnisse, besonders die zeitliche und lokale Einordnung. Zu- dem werden die tschechischen Notizen auf neun der zehn separaten Bildseiten im Anhang weder erwähnt, noch entzif- fert, geschweige denn übersetzt. Genau- SO wird dem Leser auch die Kommentie- rung des Albums durch Lili Meier aus dem Jahre 1945 verschwiegen.

In der Panksagung überrascht, dass Augenzeugen, die den Erstellern der Na- mernsdokumentation wertvolle Hilfe ge-

noch erwähnt wird.

Resümee

Trotz der zahlreichen Fehler, Män- gel und Versäumnisse sei diese schlam- pige PFdition all jenen empfohlen, die sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Bild von Auschwitz machen wollen. Das Album gehört als Quelle zu den bedeutendsten Zeugnissen der Ausch- witzLiteratur und bleibt trotz der fahr- lässigen Bearbeitung durch die Her- ausgeber und das Projektteam eine wesentliche Grundlage für die Auseint- andersetzung mit dem Thema.

Wünschenswert wäre es jedoch, in naher Zukunft eine kritische Edition der Fotos vorgelegt zu bekommen, die zu dem eine ausführliche und seriòse Bild- analyse leisten kann. Dies erscheint um S0 dringlicher, als offensichtliche Fehler revisionistischen Kreisen eine willkom- mene Angriffsflãche bieten kõrmten, die gesamte Auschwitz-Forschung zu dis kreditieren. Die leidvolle Erfahrung mit der Wehrmachts-Ausstellung hätte den Herausgebern zu denken geben müssen.