Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V.
gert, erfroren, verreckt. Mord, systema- tisch und industriell perfekt betrieben.
Heute verblaßt das Grauen, zerspringt, bröckelt, verwittert, bricht zusammen, rostet.
Dem brutalsten Zeugnis der Unmensch- lichkeit droht der Verfall.
Neben der Akropolis und der Alhambra wurde auch Auschwitz von der UNES- CO in die Liste des gefährdeten Erbes der Welt“ aufgenommen. Dazu zählen unter anderem Werke von Menschen- hand,. die aus geschichtlichen Grün- den von außergewöhnlichem universel- lem Wert sind.“
Das frühere Stammlager ist heute ein Museum. Bisher hat Polen fast allein für den Erhalt von Auschwitz bezahlt. Es zu erhalten, war für die polnische Re- gierung vierzig Jahre lang nationale Pflicht, eine Pflicht, der man sich heute nicht mehr gewachsen sieht.
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An einigen wenigen Stellen macht man weiter, repariert, bessert aus, erneuert teilweise.
Kultusministerium FRANCISZEK J. CEHMKA:
Auschwitz ist für uns sehr wichtig. Seit 1947 finanziert die polnische Regierung das Museum und den Erhalt von Au- schwitz, das heißt: auch alle Restaurie- rungsarbeiten. Wir werden das auch weiterhin tun. Das Museum ist das ein- zige, das auch in Zukunft weiterhin dem Kultusministerium direkt unterstellt bleibt. Es ist eine europäische Angele- genheit. Aber wir werden bestimmt nicht andere Länder, auch nicht die Bundesrepublik, um Hilfe dafür bitten. Das werden wir nicht tun. Trotzdem: Wir brauchen Hilfe.
KOMMEHNTAR: Hilfe— und das ganz schnell.
Das Krematorium im Stammlager, das einzige noch erhaltene. Die dazugehöri-
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