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(1991) 1/1991
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4 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V.

und die Zusammenarbeit beider Arbeitsbereiche, wo immer dies sinnvoll

ist. Im Sinne der Arbeitsteilung liegt es auch, daß der Stiftungsverein

sich als Trägerverein, nicht als Mitgliederverein verstehen soll; Mit-

gliederverein ist die Lagergemeinschaft. Peter Gingold wies darauf

hin, daß sich diese Funktionalisierung der Arbeit in dem Stiftungsverein auch insofern als nützlich erweisen kann, als jetzt ganz neue Gesprächs-

partner sich den Stiftungsverhandlungen öffnen könnten, die dem

Projekt bisher eher abwartend gegenüberst anden.

Es ist verständlich, daß über diese Emscheidung des Vorstandes, die, dies sei nochmals erwähnt, einstimmig beschlossen worden war, die längste Diskussion entstand. Besonders war zu klären, warum dem Vorst and als einziger Weg die Ausgliederung des Arbeitsfeldes Stiftung möglich schien. In der Tat wäre die Arbeit an der Stiftung mit dem 6 Ausscheiden der bisherigen Träger der Gespräche sicher nicht nur vorläufig an ein Ende gekommen. Dieses Ausscheiden war jedoch nur durch diese eindeutige Trennung zu verhindern. Einhellig führten Rudolf Dohrmann und Hermann Reineck aus, daß der Vorstand aus dieser Uberlegung heraus, es dürfe kein Vakuum entstehen, seine Entscheidung getroffen habe. Die Stiftungssache sei schon sehr weit vorangetrieben und es wären sehr wichtige und schwierige Verhandlungen im Gange. Es darf keine Unterbrechung stattfinden. Diese intensive Arbeit sei jedoch auf dem bisherigen Wege von den Vorstandsmitgliedern nicht zu leisten. Fine Art Einzelabstimmung zur Probe ergab, daß die Mehrheit der Mitglieder den Beschluß des Vorstandes für richtig hielt: 25 waren dafür, 7 dagegen.

Im Zusammenhang mit der Frage nach der Entlastung des Vorst andes wurde dieser Punkt noch einmal aufgegriffen. Es wurde überlegt, ob diese Vereinbarung mit dem Stiftungsverein einer gesonderten Bestä- tigung durch eine eigene Mitgliederversammlung bedürfe, dann könne eine Entlastung des Vorstandes auf dieser Versammlung nicht statt- finden. Die Mehrheit der Mitglieder war jedoch der Auffassung, daß der Vorstand für seine gesamte Arbeit während der letzten zwei Jahre, also einschließlich der letzten Entscheidungen, die Dowea betreffend, entlastet werden könne. Dem Antrag auf Emlastung des Vorst andes stimmten daraufhin 25 Mitglieder zu, 2 stimmten dagegen, 6 9 enthielten sich der Stimme.

Da zuvor auch die Kassenprüfer festgestellt hatten, daß alle Eintra- gungen in den Büchern den Belegen entsprachen, alle Mittel sparsam verwendet worden sind und sie eine Entlastung des Vorst andes emp- fehlen, konnte damit eine Neuwahl des Vorstandes durchgeführt werden.

ln den Vorstand wurden gewählt:

Hermann Reineck zum Präsidenten(32 ja/l nein/1 Enth.),

Manfred Pöpperl zum Generalsekretär(26/4/2),

Gerhard Herr zum Sekretär(31/0/2),

Annie Roßmann-Reineck zur Kassiererin(22/3/3),

als Beisitzer: Lieselotte Thumser-Weil(28), Diethard Stamm(18), Wolfgang Gehrke(17).

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