Heft 
(1990) Nr. 18. Juli 1990
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8 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V.

Hi1fe verden die nannt und

9esprochen.

benöt igen. Ebenfals Geburtstage ge- Göückwünsche aus-

Noch am Abend findet die»offizielle' Be- 9rüßung durch den Oberbür- germeister der Stadt und S ne Par amentarische Staats- SeKretärin aus dem Düsse]- dorfer Minister ium Statt das 6Ganze mus ikalisch um- rahmt in der Lenneper Ko sterkirche.

Am Samstagmor gen beginnt dann unsere inhaltiche Ar- beit: rege Diskuss ionen über die veränderte poitische Situat ion; immer viederer- den Angste Jaut vor neofa- Schistischen Auswöchsen und Schimmen Formen von Frem- denhaß. Der Austausch ist von Offenheit und Sebstkr tik geprägt. Breiten Raum an

diesem Morgen nimmt die Diskuss jon über die Beur au- bung des Jangjährigen Lei- ters der Mahn- und Gedenk- Stätte Ravensbrück,[5 Litschke, ein. Esird be- richtet, daß Dr. LLitschke körzlich- nach den po)itij- Schen Veränderungen in der

DDR vom Dienst suspendiert vurde. Mer dies bei der neu- Sen DDR-Regierung veranaßt hat, vird nicht kar. Se kannt ist, daß Dr. Litschke durch eine Person ersetzt Nurde, die der CDU angehört. Die einst immige Resonanz der Frauen: Dr. Litschke war ein 9uter Mann in cder 6Gedenk- Se 9etan, besonders in cder Ar- chivarbeit, seine Beur Jau- bung ist nicht rechtens und Ssie sol nicht von uns hin- 9enommen erden. Esird im Ansch) eine Resolut ion verfaßt, die der DDR-Reg ie- rung überreicht erden so),

mit dem Tenor, Dr. Litschke vieder einzusteen. Gertrud M0 ler erwähnt, daß auch die Lagergeme inschaften der Ra- vensbrücker innnen in anderen SeuUropäischen Ländern diese Reso)ut ion unterschreiben.

Am Nachmittag Steht eine aternat ive Rundfahrt durch das Bergische Land auf dem Programm. Besonders Se ien erWähnt die jödischen 6Ge- denkstätten und Zwangsarbei- terager. Mir stehen auch vor einer Firma, die dama]s

viele Zwangsarbeiter be- schäftigt hatte. Der heutige Firmenchef ist bekannt für

seine totale Me igerung, sich mit diesem Thema konfrontie- ren zu assen. Er eist jeden, der fragt und etwas erfahren vi, barsch vom Tor. Ein Privatmann von ge- Sgenüber hat-ei) der Fir- men inhaber 2um Anbringen Siner Gedenktafe) nicht be- reit ist auf seinem Grund- Stück einen Platz zur Verfö- 9ung gestelt, auf dem nun Sine entsprechende Gedenkta-

fel angebracht wurde, die an die 2Zangsarbeiter dieser F irma erinnert. Rin gutes

Beispiel von zivicourage.

Gäste eines Sebenfals organisiert

Abends sind wir Tanztheaters, das vom Frauenforum

vurde. Das Thema: 100 Jahre Frauen im MWiderstand. Es 9Seht um Freiheit und 6Ge-

rechtigkKeit, um Krieg, um die Einhaltung der Menschern- rechte und die Bewahrung der Umet. Der Tanz vird unter- Stützt durch Fotokokumente oder Gemä)de. Für manche von uns äteren Frauen verwir- Fend und nicht immer ver- Stehbar. Das jüngere Pubi- Stärker an-

kum fFühlte sich