Heft 
(1990) Nr. 17. Mai 1990
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32 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V.

Schen Sprache mächtig ar, bekam ich mit meinem Freund Seiniges mehr als die ande- ren. Die SRinste! ung dieser Menschen gab unseder Knaft Nin Fetenm unsS 80, daß sie uns als Menschen be trachteten und nichtie Ausgestoßene. Aber nicht nur diese idee len Merte halfen uns, es halfen uns auch die Srote, das Fett, die Marga- rine und die Murst, die sie Se lber entbehren mußten, aber in großem Unmfang mit uns teiten. Es kamen immer mehr Leute, bis unsere Bewa-

cher sie mit Gewehrschüssen in Deckung trijeben. S1i8 Schossen weiter, nc ie Sah, vie einige Ziviperso- nen fielen. Nach dem Krieg besuchte ich diesen SBahnhof und sah, daß sSine Gedenkta-

fel aus 8ronze an die tapfe- re Tat der dortigen Einwoh

ner erinnerte. Jedes NMal, venn ich durch diese Stadt n egte ie5 dankbar

e inen 8menstrauß unter die Gedenktafel.

Wir fuhren dann weiter durch ganz Mähren und erreichten in der Nacht die Vorstädte von Wien. Viele hielten die Strapazen nicht durch und Starben. Die Fahrt ging noch zwei Tage und Nächte eiter,

biS vir ich 9 Laube, es Nar 8 ſn Mauthausen ankamen, S iner keinen Stadt, ein

paar dutzend Kiometer Vor Linz. Die Waggons aren vo ler Unrat, die Toten mußten herausgetragen erden, und dann formierten vir uns in eine erbärmliche Ko onne, cie ne Sewachung eine Straße bergan torkelte, bis Nir eine burg-

ähnliche Festung sahen, aus großen Granitquadern aufge- baut das Konzentrat jons la- 9er Mauthausen.

Das, aS dann HOeschah, 9Shört nicht mehr zum Vodes- marsch, ar jedoch nicht minder grausSam. Die ausge- mergelten körper der Bäft- inge hielten nicht mehr vie) aus. MWir mußten unter e ine Dusche und be kKamen leichte Unterwäsche. Beklei- det in dieser Unterhose und einem Unterhemd mußten wir noch in der g)eichen Nacht zum Appel] antreten, der Stunden ang dauerte. Mitten jim Minter, und viele, die den Todesmarsch überstanden hatten, haben diesen Appel nicht überstanden. Nur die, die ein bißchen in der Hitte

Standen und nicht so dem Nind und der Kälte ausge- Set?ztaren, konnten über le- ben.

Das 6ücksgefüh! jS. tiv. A)s Nir in die Baracken durften, überfie) uns für einige Stunden 8S0 ein Gücksgefühl, denn Nin 88 hörten ieder einma) 2zu den

Oberebenden. Wirn sahen uns am, nei ei ich, und ge lobten uns, auch

in 2zukunft zusammenzuhalten, damitir das, Nas unserer noch harrte, auch dber eben. Nir sahen darin seine Aufga- be.

Später, nachdem ir zusammen in Gusen II für Messerschmitt in unterirdi- schen Sto)en Flugzeuge bau- ten,urden ir befreit. In diesem letzten Lager, in 6u Sen 1 er nne denktafe! an 32 000 Tote aus

vier Monate

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