Lagergemelnschalt Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer e. V.
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geniesenen 10 848 Juden vurden 10 003 eakuert(F6M, 8. 2860— evakuiert' nach Chelmno, 0 sie in den Caswagen des Sonderkommandos
Lange bzw. Bothnann erstickten.
Ver der Vernichtung durch 6as ent-—
ging, verhungerte im 6Chetto. à11ein 1042 starben nach Angaben der jüdi- schen Zelbstverwaltung 18 154 Insas-
sen an Hunger und Krankheiten(nach Cæesla Pilichoski: Es Fibt Feine herhrung. Varszawa 1980, 8. 107). Im August/September 1944 vurde das Lodzer 6Chetto'verlagert', dh. die verbliebenen Insassen, etws 70 000, deportierten die Henker nach Auschwitz.
Das Kalendarium' von Danute Czech
verzeichnet 15 Transporte mit Lodzer Juden. Aus diesen 15 Transporten kanen gerade 2 636 Juden ins Lager
Mefte von Auschwtz, H. 8, 1964, 8. 58-65). 3. Minsk Das öberfüllte und zudem noch auf Reichsgebiet gelegene 6Ghetto von
Lodz var nach Auffassung der deut- schen Endloser kein geeignetes 2iel der FEvakuierungstransporte' aus dem RKeich. Im Novenber 1941 gängen fünf Transporte nit 4 897 deutschen Juden nach MinSk 8.11.1941, Hamburg; 018 i Frankfurt/M.; 14 111941, Ber1in; 18.11.1941, Bremen/Hamburg). Im Som- mer 1942 gab es noch veitere Trans- Pporte.
Die Fvakuierten“ pferchte die 88 in das Ghetto von Minsk, das im Juli 1941 eingerichtet„orden var. Um
Platz für die Juden aus dem Reich zu Schaffen, varen in der Zeit von 7. bis zum 11. Hovember 1941 etwe 6 000 russiche Juden 1iquidiert vor- den.
öber die furchtbaren Lebens bedingun- gen berichten Heinz Rosenberg Giam- burger Transport) in Jahre des Schreckens(Göttingen 1985) und Kar!1 Loewenstein(Ber1iner Transport) in Mnsk. Im Tager der deutschen Juden Gonn 1961). Auf einen 6hettoinsas-
sen entfielen 1,4m Vohnfläche, die Hauser hatten Neder Licht noch Vas- Ser, Betten varen nicht vorhanden. öber die Verpflegung schreibt Loe- „enstein:»Für das gesamte Lager varen bis zun April 1842(... nur zwei Küchen vorhanden(... Das Ko- chen“ der»Suppen stieß insofern auf
Schwierigkeiten, als für 7 300 Per- Ssonen“, Juden aus dem Reich, aus oSterreich und dem FProtektorat“,
nur zuei Vaschkessel zur Verfugung Standen. ES gab nittags pro Kopf 300 Gramm Vasser, in dem fünf Granm Buchweizen pro Person gekocht vur- den. Fett gab es nicht. Salz monate- lang nicht. AlS veitere Nahrung er- hielten vir taglich 150 Gramm Brot.“ (Loewenstein, S. 22; siehe auch Ro- Senberg, 8S. 280
Ende Juli 1942 wurden— sofern sSie nicht vahrend des strengen Vinters an Hunger, Krankheiten oder vor Käl- te gestorben bzw. dem alltäglichen Terror der 8SS und ihrer Helfershe- fer zum Opfer gefallen varen— die meisten deutschen Juden, zusammen mit österreichischen, tschechischen und einheinischen Juden, 11quidiert. In einenm Bericht des Generalkommis- Sars für Veigruthenien, ViLhelm Kube, vom 31.7.1942 Mürnb. Dok. PS- 3428, W e es:»In Minsk-Stadt sind am 28. und 29. Jult rund 10 000 Juden 1iquidiert vorden, davon 6 500 russische Juden — überwiegend Alte, Frauen und Kin- der— der Rest bestand aus nicht einsatzfahigen Juden, die überwiegend
aus Vien, Brünn, Bremen und Ber1in im November des v.J. nach Minsk auf den Befehl des Führers geschickt
venden sind(eb. S 80
öber diese Aktion' steht im Tätig- keitSbericht' der 6Gruppe 4rlt d. Kompanie des Batailons der Vaffen- bis 27 7. werden neue Gruben ausge- hoben. àm 28.7. 6GroBaktion im Mins- ker russ. Ghetto. 6 000 Juden verden zur Grube gebracht. Am 29.7. 3 000 deutsche Juden verden zur Grube ge-
bracht.“(n: Unsere Fhre heist Treue. Vien, Zürich, Frankfurt/M. 1965, 8. 242)


