14 Lagergemeinschaft Auschwitzßteundeskreis det Auschwitzet e. V.
noch einmal
v Dokurnentationswerkstätte..
Set 6. 11. 1986 s011 nun doch auch nach dem einstmmigen Wä 1— 1en des Bundestasgoes auf dem Ge- 1ände des ehemaligen Konzentra- tLons 1agers AuschvLt? in PoLon eine Gedächtnsausste1Lung der BRD eingertchtet verden. Die Bundesregterung unterstütze 1t. Staatsmintster 1m Ausvärtigen Amt, Jürgen Mõ 1 1emann, ddeses vorhaben und begrüße überpar- tetlpche UberLegungen zu Kon- zept und Gestaltung der Ausste1- lung(Reuter-Me 1dg. V.
Mt dieser Ni1L1LensbekKundung Scheint nun doch dde Lagerge- me1nschaft Auschvitz— Freun- deskKrete der Auschvttzer einen Hei 1enstein vetter?u sein auf dem Neg zur vervirkLichung de- ses ihr so vLchttgen An1degens⸗ vLele Gespräche und Br4Lefkon- takte auf kKommunaLer Ebene, m1 t VLesbaden und Bonn, 1n Polen, Un varschau und AuschvLtz, m t Aktton Sühnezetchen und Ze1Lchen der Horfnung, und nicht zu1etzt mlt Uberlebenden und Lhren Freun- den, s1nd HMarkLerungen auf dem veg, dte Vorste1Lungen über e4— ne so1che Dokumentattonsstätte 1n etne Konzepttone1L1e Fassung zu bringen und deren VerLrkKLL- chung po1Ltisch und damtt auch finanz1e11 auf den Neg?u brn- gen.
v1e schon an verschtedenen Ste1- 1en darge1egt, so11te de Er- öffnung der Dokumentattons- verkstätte 1n Frenkfurt am
1.9. 1985 der erste SchrLtt ei.- ner von Anfang an nur 1n Ver- vUndung mut etnem eben so1Lchen 1n Auschvttz gedachten DupLLkat se1n. Inha1t1LLeh so1LLte unsere In Aufbau befindLtche Dokumen- tatton e1ne Nerkstätte sein, d.h. e1n Ort des Arbettens und des Lernens mut dem Dokumentierten⸗
Daß dte Lagergeme1nschaft sehr posLt1Ve Gespräche 1n Narszavs ua. m1t dem Generalsekretär des „Internat. AuschvLtz-Komitee* Mntster a⸗D. Luctan Motyka, 80— „16 1n AuschvLtz müt dem Direk- tor des Muzeum, Kaz imterz Smolen, führen Konnte, hängt s1cher1Lich eng müt den Konztpderten?24e 1Vor—
ste1 lungen für dte Dokumentati on in Auschvtz zusammen.
Danach so11te eine Stätte der BRD Un Auschmttz ventger der Reprä- sentation von Leid und Pein der Opfer dienen,„Le etva däe Aus- ste1Lungen anderer Nattonen, denn vas gebe es zu repräsentteren? Eine so1che Stätte kann doch voh1 nur der rücksichtsLosen Erfor-
schung und rückhaltLosen Darstel- 0 lung der gesamten Geschichte der Konzentrattons Lager und der Ver- nächtungsLager ge1ten⸗ Eane BRD- erkstatt väre also unseres Er- achtens nur sinnvoLL 1. als zen- trale Samme1ste11e sämt1Licher Dokumente zur Geschächte der von den Nationa1soztalisten einge- richteten Lager, dte in der BRD zu Fänden sänd, und 2. a1s Infor- mationsste1Le in Zusammenarbett mät dem Muzeum in OsvLectm, die fFür Bekanntme chung und Vettergabe dieser Dokumente Sorge trägt.
Ameisenarbett 1st gefordert, die versucht, ein mög1tchst vo1L1stän- dtges Bt 1Ld der Konzentrations- und Vernichtungs1Lager darzuste1- 1en, dde ermög1tcht, sämt1iche Standorte ans chauttch auf Land- karten zu ze1gen, die auch den von Hitler noch geplanten Ausbau- und Ervetterungsplan der Lager e1nbezLeht, dte a11e Bücher zum Thema samme 1t und kata1ogtstert, dte auf de Zugäng11 chket sämt- 11cher Informationen auch für 6 Henschen m4 t verschtedens ten Be- ninderungen sorgt, die Vor a11em Jeder noch so 1e1sen und vLssen- schart1tch vorgebrachten Argumen- tattLon, man möge doch end11 ch 6ras über AuschuLts vachsen 1as— sen, entgegentrttt⸗
Konzept1one11e Uber1egungen s1nd a1so durchaus vorhanden; s1e s1nd von polntscher Sette genauso er- „unscht- und nur so; s46 s1nd
1n Zusammenarbett mit anderen an dtesem Vorhaben mLt dteser Konzep- tLon Interessterten gemetnsam der RegLerung vorzulegen, und sde sind nach k0 Jahren mä t Nachdruck zur ver1rk1LLchung durch FLnanzte11e Förderung 1n Auftrag?u geben.
Heike Dei11


