1923 In dem wirtschaft- lich schwer erschütterten Nachkriegsdeutschland versuchte Hitler für seine NSDAP eine breitere po- litische Basis zu schaffen. Er propagierte vornehm- lich die These der alliier- ten Kriegsschuld und griff die von führenden Mili- tärs vertretene Meinung auf, dass das Heer im Felde ungeschlagen ge- blieben sei und dass nur die Heimat versagt habe (Dolchstosslegende). Die- se Politik fand ein offenes Ohr bei dem Weltkriegs- general Ludendorff, der fortan Hitler unterstützte. Ludendorff war der Mei- nung, die Republik müs- se beseitigt werden. Er war mit Hitlers Umsturz- plänen einverstanden. Diese Revolution wollten Ludendorff und Hitler im politisch zu dieser Zeit stark erschütterten Mün- chen beginnen. Am 9. No- vember 1923 kam es zu einem Putschversuch in der bayrischen Landes- hauptstadt. Der Aufstand war ungenügend vorbe- reitet und scheiterte. Bei dem Marsch durch Mün- chen gingen der ehemali- ge Gefreite Hitler und General Ludendorff Seite an Seite. Ihnen voran trug ein Lehrer die Ha- kenkreuzfahne. Er hiess Heinrich Himmler.
Ludendorff


