was zu tun sei in der verfahrenen Lage des deutschen Volkes. Seine Anhänger haben doch sogar- so stellte es Himmler dar, und so haben es viele, nicht nur SS- Leute, empfunden oder sich eingeredet- der Gesell- schaft das Opfer gebracht, mit der„Lösung des Juden- problems” eine dem ganzen Volk unangenehme Vater- landspflicht um der deutschen Zukunft willen zu er- füllen! Man muß sich das alles vergegenwärtigen, um zu verstehen, warum jede Initiative zur Strafverfolgung
auch vom Mitschuldgefühl gehemmt war.
Du fragst, warum es aber nach dem Beginn der Straf- verfolgung noch Jahre dauerte, bis die Prozesse in Gang kamen. Kannst Du Dir nicht vorstellen, welche äußeren Schwierigkeiten sich türmten, als man anfing, aus dem Chaos verbrannter Verwaltungsgebäude Akten zu sam- meln, nach den Massenverschiebungen durch Flücht- lingsströme Urkunden von neuem ausfindig zu ma- chen? Es mußte in Ludwigsburg bei Stuttgart eine eigene Forschungszentrale zur Aufklärung von Nazi- Verbrechen gegründet werden, die nichts anderes tut, als Täter, Zeugen und Unterlagen aufzuspüren. Wie schwierig war das bei der leichten Möglichkeit, unter
fremdem Namen unterzutauchen, bei der Bereitschaft
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