mir verschaffen konnte, in Erinnerung an die freund- liche Aufnahme, die ich bei Ihnen stets gefunden habe, mit Spannung in einem Zuge zu Ende gelesen habe. Ich lese die letzten Zeilen, die Verse Walther’s von der Vogelweide, und beeile mich, Sie zu der so voll ge- lungenen Darstellung Ihrer„Taten und Tage“ zu beglückwünschen. Ohne mich zu einem berufenen Beurteiler erklären zu wollen, möchte ich Ihnen, hoch- werehrter Herr Generaloberst, meinen persönlichen Ein- druck mitteilen und der ist, daß Erich Gritzbach mit
"dem Buch kein historisch oder landläufig biographisches
Werk geschaffen hat, sondern etwas erstaunlich anderes und viel mehr. Sie selbst, Herr Generaloberst, sind es, der herz- und leibhaft dem Sinn, den Anschauungen,
dem Temperament und dem Worte nach unmittelbar im.
Buche vor uns steht. Es ist ein eigenartiges, für mich einzigartiges Werk: Hermann Göring im Spiegel eines zweiten Ich, des guten Kameraden, der nicht mehr er selbst, sondern ein Stück von Ihnen geworden scheint. Ich glaube ganz, daß dies das Bild ist, wie es das deutsche Volk von Ihnen erwartet hat. Nochmals meinen Dank und meinen Glückwunsch!
Als Politiker habe ich gepackt und in Bewunderung auch das Kapitel über den Kämpfer und Staatsmann ge- lesen, als Mensch habe ich mit besonderem Anteil dort verweilt, wo eigener Eindruck und eigenes Erinnern mitsprechen kann: Bei Ihrem Verhältnis zur Natur, zum Wald und Wild, in der Schorfheide, bei Ihrer wunder- vollen Gastfreundschaft. Zu diesem Kapitel wüßte ich Wesentliches beizutragen, vergesse ich doch niemals die bezaubernde Aufmerksamkeit des ersten Frühstücks in Ihrem Hause und Ihrer aus so warmem Empfinden strömenden Begrüßungsworte, worin Sie Ihre besondere Anteilnahme an der Fortentwicklung des guten Ver- hältnisses zwischen den beiden deutschen Staaten mani- festierten.
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