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Erhard(1), Strauß(2), Wurster(3), Schröder(4), ter Meer(5), Abs(6) und Balke(7), Geburtstags-
gäste des ehemaligen IG-Farbendirektors Haberland
Kriegsverbrechers Flick gehörenden Dy- namit-AG(ehemals Dynamit-Nobel), dem bedeutendsten westdeutschen Spreng- stoff-Unternehmen. Biedenkopf ist nicht nur Mitwisser des millionenfachen Ver- brechens in Auschwitz, sondern er ver- suchte auch, einige Erfahrungen aus dem Auschwitz-Werk auf die anderen IG-Be- triebe zu übertragen.
(s. Dokument Nr. 66)
Darüber hinaus beeinflußte er die Pläne, für das Buna-Werk Schkopau ein eigenes KZ„Mitteldeutschland“ zu schaffen.
In der Person des Verkehrsministers Seebohm verkörpert sich eine jahr- zehntelange Verbindung zur IG-Farben. Sein Vater war während der Okkupation u.a. an der„Arisierung“ des tschecho- slowakischen Petschek-Konzerns betei- list, aus der auch Bundesminister See- bohm als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Britannia-Kohlenwerke AG, Königs- werth, und als stellvertretender Vorsit- zender des Aufsichtsrates der Egerlän- der Bergbau-Aktiengesellschaft, in der alle auf diese Weise angeeigneten Be- triebe in der Tschechoslowakei vereinigt waren, seinen Nutzen z08.
Die Familie Seebohm leitete auch die Einverleibung der chemischen Industrie der ESR in den IG-Farben-Konzern. In der am 17. Mai 1938 im IG-Farben- „Büro NW 7“ stattgefundenen„Tsche- choslowakei-Besprechung“ spielte See-
bohms Vater die maßgebliche Rolle. Da der Absaiz der Produkte nach der Ein- verleibung Österreichs an Nazi-Deutsch- land eine„fühlbare Verschlechterung“ erfahren habe, seien„in allen Teilen der Bevölkerung(der sog. sudetendeutschen Gebiete— d. Hrsg.) die politischen und wirtschaftlichen Organisationen nach deutschem Muster und nach den Grund- sätzen des Nationalsozialismus aufgezo- gen“ worden, betonte er. Seebohm sen. übernahm die Diversions-Aufträge der IG-Farben und bildete den Nachwuchs für die Übernahme der Chemie-Industrie der CESR aus.(s. Dokument Nr. 67)
Neben Seebohm können sich weitere Re- vanchistenführer der alten Komplizen- schaft mit der IG-Farben rühmen, wie der Hauptkriegsverbrecher Franz Kar- masin und der ehemalige Sonderbevoll- mächtigte der Gestapo in Prag, Staffen. Karmasin erhielt für seine„Verdienste“ bei der„Slowaken-Aktion“, dem Beginn des berüchtigten hitlerfaschistischen Sklavenarbeitsprogramms, zahlreiche finanzielle Zuwendungen von der IG- Farben.
Staffen, heute Bundesreferent für„Auf- klärung“ im Bundesvorstand der„Su- detendeutschen Landmannschaft“, nahm in seiner damaligen Funktion als engster Mitarbeiter Henleins gemeinsam mit dem IG-Farben-Direktor und Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung der
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