DOKUMENT Nr. 20
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» N. Sn Rss RI PN Te” Wochenbericht Nr.126/127 BL ARSTER rar für die Zeit vom 18.10.43- 31.10.43 RE
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Eine Sorge, die von Woche zu Woche brennender wird, bildet die skän- dig abnehmende Arbeitsmoral auf der Baustelle. Nonn ich auch bei ie letzten Besuoh in Ludwigshafen feststellen konnte, dass meh 4 dort die Arbeitsmoral auf der Baustelle zu wünschen übrig lässt, so ist doeh suf unserer Baustelle wegen der ausserordentlich bunten Zu- sammensetzung der Belegschaft, wobei die Häftlinge und kri Fan- genen Engländer eine besonders bedenkliche Rolle spielen, Ale Durch- führung desonderer Massnahmen notwendig.
Bedauerlich hierbei i®t, dass die Gestapo bei der Behandlung von Fra- gen der Arbeitsbummelei nicht so prompt arbeitet, wie dies von uns gewünscht wird. So werden z.B. Reklamationen bei der Ooste wegen Behandlung von uns gemseldeter Arbeitsbummelanten mit dem einfachen Hinweis beantwortet, dass sich Aie Gestapo nioht Arängeln liesse. Diese Tatsache allein zeigt, dass man dort noch nicht erkannt hat, um was©S geht,
BogUglioch der Behandlung der Häftlinge habe ich zwar stots dagegen opponiert, dass Häftlinge auf der Baustelle ersohossen oder halbtot gas lasen werden. Ich stehe Jedooh ouf dem Standpunkt, dass eine üchtigung in gemässigten Formen unbedingt notwendig ist, um die nötige Disziplin unter den Häftlingen zu wahren. Es geht nicht an, @ass ein Häftling einem Meister nachruft:"Dich werden wir auoh noch von Deinem Fahrrad herunterholen.”
Dasselbe gilt aber auch für einen Teil der Polen und Ukraimr. Es war von joher üblich, dass ein energischer und tatkräftigser deutscher Polier auf der Baustelle auch einmal handgreiflich wurde und es hat Zeiten gegeben, in denen es der jugendliche Geselle dem Meister durohaus nioht übel nahm, wenn er für eine Dummheit, die er gemaoht
tte, eine Baokpfeife bekam. Dass mi li TEL) lhrnenietsresnneenesna EN IM Dasselbe gilt auch für die englischen Kriegsgefangenen,. Die zur Verfügung stehenden Wachmannschaften sind so sohlapp und teilneise von einer so minderwertigen Moral, dass unter ihren Schütz- lingen einfach keine Arbeitsmoral und keine Disziplin herrschen kann Dazu kommt noch, dass die englischen Kriegsgefangenen mit Liebesga- ben überschüttst werden. Zigaretten und Schokolade verschenken sie an die Polen, Häftlinge und wahrscheinlich auch an die Wachmannschaf- ten. Sie legen eine ee Heltung an den Tag und ihre Leistungen sind, wenigstens da wo sie Massen eingesetzt sind, durchaus un.
terdurchschnittlich Der Binsetz von kleinen Gruppen dei de t wird degegen gut beurteilt. 5 eg
Zu dem Kapitel Arbeitsmoral könnten noch zahllose Binzelbeisplale genannt werden, alle zusammen sind jedoch ein Hinweis darauf, Aass hier schnellstens Wandel geschaffen werden muss.:
gez. Faust
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