Hermann Langbein wurde 1912 in Wien geboren. Er wandte sich dem Schauspieler- beruf zu und wurde 1933 unter dem Eindruck der Machtergrei- fung Hitlers in Deutschland und der politischen Rechtsentwicklung in Österreich Mitglied der KP. 1935 bis 1937 vom autoritären Schuschnigg-Regime mehrmals inhaftiert. Geht nach der Anne- xion Österreichs im März 1938 nach Spanien und kämpft im Bürgerkrieg auf seiten der Re- publikaner. Nach Kriegsende in französischen Lagern interniert. Wird nach Hitlers Sieg über Frankreich der Gestapo ausge- liefert. Die folgenden Jahre ist er Konzentrationslagerhäftling, unter anderem in Dachau, in Neuengamme und in Auschwitz, wo er der Leitung der interna- tionalen Widerstandsorganisation angehörte. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist er politisch und publizistisch tätig. Er wird Gene- ralsekretär des Internationalen Auschwitz-Komitees, das er bis 1961 leitet. Langbein hat nach dem Aufstand in Ungarn mit der KPÖ gebrochen und ist jetzt als freier Schriftsteller tätig. Wesentliche Publikationen: Die Stärkeren(Bericht über Auschwitz) undAuschwitz, Zeugnisse und Berichte(gemein- sam mit H. G. Adler und E. Lin- gens-Reiner),Im Namen des deutschen Volkes(Zwischen- bilanz der Prozesse wegen natio- nalsozialistischer Verbrechen). 136