nent in der Prov. Holstein in Kiel, Oberstabsarzt der Wehrmacht u. Träger des Goldenen Parteiabzeichens. Er will seine Tätigkeit in Kiel aufgeben und wieder eine Anstalt leiten und zwar in Südwestdeutsch- land. Eichberg? O nein, da kommt kein andrer ran, als dein Oller Pa! Aber für Herrn Straub soll eine neue Landesheilanstalt geschaffen werden in unserer Nähe, die hauptsächlich die Jugend-Psychiatrie auf ihre Fahnen schreiben wird. Die Arbeiten in dieser neu einzurichten- den bzw. umzuwandelnden Anstalt werden insbesondere in eingehen- der Weise unter der wissenschaftlichen Mitwirkung und Beratung durch Schneider und Heinze angefacht werden. Vorgesehen ist nach den bisherigen Plänen Idstein. Ich soll mit meiner Kinderfachabtei- lung, die noch weiter ausgebaut wird, in engstem Einvernehmen mit Schneider, Heinze u. Straub zusammen wirken, und die„Ausmerze“ dieser neuen„Jugend-psychiatrischen Klinik“ wird den Schluß ihrer Behandlung bei mir finden. Da haben wir bereits das Zukunftsprojekt, was ich immer von der Kinderfachabteilung erwartet habe! Neben sehr wohltuenden Schmeicheleien über den tadellosen Aufbau meiner Kin- derfachabteilung als der besten neben der von Heinze, sprach Dr. Hefel- mann noch manche erfreuliche Zeichen der Anerkennung für mich aus, was nicht nur seine, sondern auch die von Herrn Brack gewonnene Er- kenntnis sei. Wir haben nun heute als Vorbesprechung für die morgige Sitzung einmal gemeinsam überlegt, wie diese Umwandlung mit Id- stein zu machen sei. Bezeichnenderweise wird nicht Bernotat, sondern ich zu solchen Fragen herangezogen, das ist wichtig! Es fand auch seine Erklärung in dem, was Dr. Hefelmann von Berno sagte und was er von meiner Meinung hielt. Ich habe nun schon heute gleich von Idstein abgeraten, und dafür Scheuern in Vorschlag gebracht. Für diesen Vor- schlag erschienen mir verschiedene Tatsachen ausschlaggebend: Wenn ich 2 Nachbaranstalten für idiotische Kinder habe, dann ist es mir lieber, die bisher unter zweifelhaften Vorzeichen geleitete Anstalt Scheuern in andere, bessere Hände zu geben, anstatt Idstein, das in Herrn Müller einen dauernden ordentlichen Mann als Leiter hat. Ferner halte ich es für dringend notwendig, gerade Scheuern von Herrn Todt zu befreien und dort einen anderen Wind aufblasen zu lassen. Für mich, der ich im engsten Einvernehmen mit der neuen Straub-Anstalt arbeiten soll u. werde, ist Scheuern u. U. noch leichter zu erreichen als Idstein. Für Straub sagt vielleicht Scheuern landschaftlich ebenso zu, wie Idstein, denn in dieser Hinsicht soll seinem Wunsch Rechnung ge- tragen werden. Alle diese Gründe erkannte auch Dr. H. als zutreffend. Ich werde auch morgen in unserer Sitzung diesen Standpunkt ver- treten. pp. Gegen 17 Uhr verließ ich Dr. H., der mich noch zum Schluß bat, für ihn Wein einzukaufen, was ich tun werde. Er gab mir seine Wohnungs- anschrift. Danach ging ich zur Tiergartenstr., um nun mit Dr. Nitsche zu sprechen. Schon bei Dr. H. hatte ich Aufklärung über die„völlig neuen Veränderungen“ bekommen, von denen mir Frl. Schwab am Telefon Andeutungen machte: Seit vorgestern ist eine große Abordnung unserer Aktion unter Führung von Herrn Brack im Kampfgebiet des 36 Ostens a hel ger u nen!] dringt sindn bedau hilfsp Aus Ö verleg wird. PD. gelegt wiede richtig 14Ta wiede derB davor daß i gabe ich je zuma einm:
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... wir haben es getan : Selbstporträts in Tagebüchern und Briefen 1939 - 1945 / Hermann Langbein
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36
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