rden, wur- oll es reibt, Chmal Imen- erend U Zie- sollen matik | per- iegelt n soll slichst 1, wie em in durch ebbels nktion macht riften Origi- r Zeit 1 eihi- schrif- die in o Dif- je den , nach de be- chef, lesen. > Älte- pn und ın, Die sereM ‚Atmo- ungel an lese Esbeginnt mit „Bögen undPortionen“ Der staatlich organisierte Massenmord von Menschen begann im Dritten Reich mit der Tötung von Geisteskranken und Un- heilbaren. Zu derartigen Aktionen benötigte der Nationalsozialis- mus— so sonderbar das auch ist— immer wieder Ärzte. Bei einem solchen Beginnen war unter den Angehörigen dieses Be- rufs zweifellos der geringste Widerstand zu überwinden; bedeutet es doch für jeden Arzt eine Gewissensfrage, sich zu entscheiden, ob er seine Kunst dafür einsetzen soll, das Leben— und damit auch die Leiden— von unheilbar Kranken zu verlängern. Lange bevor Hitler seinen Krieg begann, hatte er diese erste Aktion bereits geplant. Schon im Jahr 1935 hat er in einem Gespräch mit dem damaligen Reichs-Ärzteführer Dr. Wagner dieses Thema berührt. Schon zu diesem Zeitpunkt sagte er, daß er die endgültige Ausschaltung unheilbar Erkrankter zunächst noch zurückstelle. Er wolle diese Frage erst aufgreifen, wenn„ein Krieg sein müßte“. Der ehemalige Reichskommissar für das Sani- täts- und Gesundheitswesen, Generalleutnant der Waffen-SS Professor Dr. Karl Brandt, sagte vor dem amerikanischen Mili- tärgericht im Nürnberger Prozeß gegen SS-Ärzte im gleichen Sinn aus: „Ich muß annehmen, daß der Führer der Meinung war, daß ein solches Problem— nämlich die Tötung von„Lebensunwerten‘— im Kriege zunächst glatter und leichter durchzuführen ist, daß offenbar Widerstände, die von kirchlicher Seite zu erwarten waren, in dem allgemeinen Kriegsgeschehen nicht diese Rolle spielen würden wie sonst?.“ Etwa Ende Juli oder Anfang August 1939— also unmittelbar vor dem festgelegten Kriegsbeginn— wurde eine Besprechung einberufen, um Ärzte für diese Vernichtungsaktion zu werben. Man versuchte, sie mit dem Hinweis darauf zu überzeugen, wie not- wendig in Kriegszeiten— auch vom wirtschaftlichen Standpunkt betrachtet— die„Euthanasie‘‘ wäre. Etwa fünfzehn bis zwanzig Personen waren zu dieser Konferenz geladen. Ein Runderlaß des 17
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... wir haben es getan : Selbstporträts in Tagebüchern und Briefen 1939 - 1945 / Hermann Langbein
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