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heute schon erschreckend. Bereits 1958 warnte der SPD-Abgeordnete, Ulrich
Lohmar, in einer Bundestagssitzung:
„Dieser aggressive Nationalismus ist aus sich heraus... allein nicht zu erklä- ren. Damit eng verbunden ist eine abendländische Kreuzzugsideologie...” (Heinz Brüdigam,„Der Schoß ist fruchtbar noch“, Röderberg-Verlag)
Der Bonner Staat aber forciert diese Ideologie, weil sie seinen aggressiven
Plänen dient.
Braune Professoren und NS-Ideologen in Westdeutschland
Abel, Wilhelm
vor 1945: Lehrtätigkeit an der Universi- tät Königsberg. Während des Krieges lei- tender Mitarbeiter im„Einsatzstab Rosen- berg“, dort vor allem in Frankreich an Kriegsverbrechen beteiligt.
Steht auf der Kriegsverbrecherliste der Ver- einten Nationen unter Nr. Frankreich A.— 16/182
nach 1945: Dekan der Landwirtschaft- lichen Fakultät der Universität Göttingen
Aubin, Hermann
vor 1945: Professor für mittelalterliche und neuere deutsche Geschichte und für Geschichte Osteuropas. Universitätsprofes- sor in Bonn, Gießen und Breslau. Gehörte zu den ideologischen Wegbereitern Hitlers, vertrat die Ostexpansion des deutschen Im- perialismus; Mitarbeit im Vorstand der Nord- und Ostdeutschen Forschungsgemein- schaft— dem Zentrum des Kampfes gegen die östlichen. Nachbarvölker Deutschlands nach 1945: Honorarprofessor in Frei- burg/Br.. Langjähriger Präsident des „Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrates“, einem Zentrum des westdeutschen Revan- chismus.
Aubin ist der Nestor der imperialistischen deutschen Ostforschung
Berber, Friedrich
vor 1945: Juristischer Berater des Kriegsverbrechers Ribbentrop, führender faschistischer Völkerrechtler.
1936-44 stellvertretender Direktor des Instituts für auswärtige Politik, Hamburg. Seit 1936 Mitglied der von Frank gegrün- deten extrem faschistischen Akademie für Deutsches Recht. Umfangreiche publizisti- sche Tätigkeit zur Konzipierung und Recht- fertigung der faschistischen Außenpolitik nach 1945: Seit 1954 o. Professor für Völkerrecht, Öffentliches Recht und Rechts-
philosophie und Vorstandsmitglied des In- stituts für Völkerrecht der Universität Mün- chen
Boehm, Max Hildebert
vor 1945: Seit 1933 förderndes Mitglied der SS. Begründer der faschistischen„Volks- tumssoziologie” und„Grenzlandkunde“, füh- render Ideologe der faschistischen 5. Ko- lonne. Seit 1933 Lehrstuhlleiter an den Uni- versitäten Berlin und Jena
nach 1945: Leiter der„Ostdeutschen Akademie”, Lüneburg,— einem ideologi- schen Zentrum des Revanchismus. Präsident des revanchistischen„Nordostdeutschen Kul- turwerkes”
Bosch, Werner
vor 1945: 1942-43 in der Wirtschafts- inspektion der faschistischen Heeresgruppe Mitte, beteiligt an der ökonomischen Aus- plünderung sowjetischer Gebiete, von 1943 bis 1945 im Planungsamt des Kriegsverbre- chers und Rüstungsministers Speer als Hauptabteilungsleiter für die Deportation der Zivilbevölkerung der besetzten Gebiete als Zwangsarbeiter nach Deutschland und den Einsatz von Kriegsgefangenen in der faschistischen Rüstungsindustrie verantwort- lich.
Seit 1934 Mitglied der SS, zuletzt SS-Unter- sturmführer
nach 1945: apl. Professor für Volks- wirtschaftslehre an der Universität Mainz, Mitglied im Forschungsbeirat des Mende- Ministeriums
Groß, Hermann
vor1945: 1939-45 Leiter der volkswirt- schaftlichen Abteilung der Zweigstelle Wien des Giftgas-Konzerns IG-Farben. Erkundete die wirtschaftliche Ausplünderung der Staa- ten Südosteuropas


