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träge und„Geleitworte” dieses Kalenders werden fast ausschließlich von Gene- rälen der faschistischen Wehrmacht geschrieben. So zeichnet für das„Geleit- wort” der Ausgabe von 1963 der Hitlernachfolger und Hauptkriegsverbrecher Dönitz verantwortlich.
NAZI-IDEOLOGIE FÜR DIE JUGEND
Unter den westdeutschen Verlagen, die militaristisches und faschistisches Ge- dankengut besonders für die Jugend in Form von Groschenheften in großer Zahl und hoher Auflage verlegen, sei hier nur der Pabel-Verlag in Rastatt/Baden genannt. Mit 20 verschiedenen Serien und einer monatlichen Auflage von meh- reren Millionen Exemplaren ist er der größte Groschenheftproduzent in West- deutschland.
Seit 1957 erscheinen die berüchtigten„Landser”-Heftserien:
„Der Landser“, der seit 1957 zunächst 14täglich, aber seit Oktober 1958 wöchentlich erscheint. Im März 1964 erreichte die Serie Heftnummer 310.
„Der Landser-Großband”, der später„Landser-Sonderband“ genannt wurde. Von dieser Reihe gab es im März 1964 schon 136 Hefte.
„Der Landser— Ritterkreuzträger erzählen“, erscheint seit Sommer 1959 mo- natlich und zählte bis zum März 1964 137 Hefte.
In den letzten Jahren erschienen im Pabel-Verlag außerdem Bücher, in denen der Krieg und der faschistische Militärapparat gepriesen werden. Autoren sind u. a. der Nazi-Offizier Günther Fraschka sowie der Österreichische Faschisten- führer und Kulturreferent des Reichspropagandaamtes, Graf Bossi-Fedrigotti.
REVANCHEFORDERUNGEN ALS VERLAGSPROGRAMM
Um die Gebietsansprüche der Bundesregierung und der„Landsmannschaften” zu propagieren, wurden besondere Verlage geschaffen. Die Forderung nach Wiederherstellung des„Großdeutschen Reiches“ bestimmt den Inhalt ihres Ver- lagsprogramms. Solche Verlage sind u. a. der Heimreiter-Verlag und der Klin- ger-Verlag.
Der Leiter des Frankfurter Heimreiter-Verlages ist Ernst Frank, ein Bruder des als Hauptkriegsverbrecher verurteilten faschistischen„Reichsprotektors” von„Böhmen und Mähren“.
Ernst Frank war maßgeblich an der Vorbereitung der Annexion des Sudeten- gebietes beteiligt und erhielt dafür 1938 die„Sudetenmedaille“. Nach der Anne- xion war er NS-Hauptschriftleiter und Kreishauptamtsleiter der Nazi-Partei. Ernst Frank entwickelte den Heimreiter-Verlag zum Sprachrohr der Propa- ganda-Zentrale der„Sudetendeutschen Landsmannschaft“,„Witikobund“.


