nach Auschwitz, Maidanek und Theresienstadt, in die Massengräber der Ukraine und der anderen vom Faschismus überfallenen Länder.
Gewissenlose Professoren und Ärzte, wie die Mediziner Kurt Blome, Reichs- amtsleiter der NSDAP, Werner Heyde-Sawade, Werner Catel, Siegfried Ruff, Herta Oberhäuser u. a., tragen auch die volle Verantwortung für die Euthanasie- Morde und die verbrecherischen Versuche an KZ-Häftlingen. Über 100 000 hiltf- lose Menschen wurden von ihnen als„lebensunwert“ erklärt und ermordet, Selbst Kinder verschonten die Barbaren nicht. Bemerkungen, wie„Mongolen- falte“ über den Augenwinkeln oder„schlechtmodellierte Ohren“, genügten schon, um sie als„rassisch wertlose Geschöpfe” umzubringen.
DER KRIEG-FÜR SIE„DER VATER ALLER DINGE“
An den theoretischen und praktischen Grundlagen zur Vorbereitung des zwei- ten Weltkrieges zu arbeiten und die Unterdrückungs- und Vernichtungspolitik gegen die überfallenen Völker mit durchzuführen, war die Hauptaufgabe der faschistischen Wissenschaft und ihrer Vertreter. Die Nazi-Ideologen lehrten:
„Der Krieg ist das vornehmste Mittel zur Schaffung objektiver historischer Tatbestände...“(Prof. Pascual Jordan,„Physikalisches Denken in der neuen Zeit”, 1935)
Und weiter:„Wir sind nicht gewillt, in der Verknüpfung wissenschattlicher und militärischer Macht einen Mißbrauch zu sehen, nachdem militärische Macht ihre zwingende, aufbauende Kraft im Schaffen eines neuen Europas erwiesen hat.“(Prof. Pascual Jordan,„Die Physik und das Geheimnis des organischen Lebens“, Braunschweig 1941)
„Der Krieg als der Vater aller Dinge”- das war das Programm dieser Ver- fechter der Hitler-Diktatur. Mit ihren Irrlehren halfen sie, das öffentliche Leben im faschistischen Deutschland zu militarisieren, die Aggressionssucht des deut- schen Imperialismus„theoretisch“ zu begründen und die Jugend für die Er- oberungszüge des Faschismus reif zu machen:
„Die führende Rolle in der(national)-sozialistischen Erziehung des deutschen Volkes kommt jedoch der SA und dem Arbeitsdienst zu... Die Schule ist immer noch mit liberalen Erziehungszielen belastet. Im Gegensatz dazu erwachsen die SA und der Arbeitsdienst direkt aus dem Kampf der deutschen Jugend und jener Generation, die um eine Volkseinheit rang.“(Prof. Theodor Wilhelm, „Soziale Erziehung in Deutschland“, in:„Internationale Zeitschrift für Erzie- hung“, 1935)


