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Braunbuch : Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik ; Staat, Wirtschaft, Armee, Verwaltung, Justiz, Wissenschaft / Herausgeber: Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland
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Im März 1944 beauftragte ihn Eichmann mit der Deportation aller in Ungarn lebenden Juden. In enger Zusammenarbeit mit dem juristischen Berater Eich- manns im Amt IV des RSHA, Otto Hunsche, organisierte Krumey den Trans- port von 400000 Männern, Frauen und Kindern in die Vernichtungslager. In Auschwitz wurden innerhalb weniger Monate 300000 dieser unglücklichen Menschen ermordet.

Krumey war der Initiator des TauschgeschäftesBlut gegen Ware; er bot dem Mittelsmann Joel Brand das Leben von einer Million Juden gegen die Lieferung von 10000 Lastwagen aus dem Ausland an. Krumey drängte auf die Beschleunigung der Verhandlungen mit dem Argument:Jeder Tag kostet 12000 Menschenleben!

Diese und andere Tatsachen waren dem Frankfurter Schwurgericht bekannt, als es im Februar 1965 nach 9monatiger Verhandlung das Urteil verkündete. Krumey wurde zu einer 5jährigen Zuchthausstrafe verurteilt, die sich mit der bis dahin abgesessenen Untersuchungshaft von 4 Jahren, 9 Monaten fast deckte und demzufolge einem Freispruch gleichkam.

Als Krumey festgenommen wurde, lebte er nicht nur als biederer Geschäfts- mann, sondern er gehörte als Abgeordneter der BHE auch dem Kreistag in Korbach an.

JURISTISCHER BERATER EICHMANNS Rechtsanwalt in Datteln/Westialen

In Anerkennung seiner Verdienste alsjuristischer Berater des Deportations- spezialisten Adolf Eichmann im Amt IV B4 des Reichssicherheitshauptamtes wurde SS-Hauptsturmführer Otto Hunsche der Titel eines Regierungsrates ver- liehen. Zu den zahllosen Verbrechen, an denen Hunsche maßgeblichen Anteil hat, gehört die Mitwirkung an der Ermordung von 1200 ungarischen Juden aus dem Sammellager Kistarosa.

Als Angehöriger des Stabes Eichmann begleitete Hunsche SS-Obersturm- bannführer Krumey Anfang 1944 nach Ungarn. Ihr Auftrag bestand darin, in kürzester Frist die ungarischen Juden zusammenzutreiben und in die Vernich- tungslager zu schicken. Bis zum Einmarsch der sowjetischen Truppen in Buda- pest wurden auf diese Weise 400 000 jüdische Menschen verschleppt, von denen der größte Teil im Konzentrationslager Auschwitz einen qualvollen Tod er- litt.

Erst als Überlebende Anklage erhoben und Beweise vorlegten, wurde Hunsche vor Gericht gestellt und im April 1962 in Frankfurt wegenBeihilfe zum Mord an 600 Menschen zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt. Hunsche war