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Braunbuch : Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik ; Staat, Wirtschaft, Armee, Verwaltung, Justiz, Wissenschaft / Herausgeber: Nationalrat der Nationalen Front des Demokratischen Deutschland
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beamten des Amtes IV des RSHA oder solche, die sich mit Gestapo-Angelegen- heiten in anderen Abteilungen des RSHA befaßten, sowie alle örtlichen Gestapobeamten ein, die innerhalb oder außerhalb Deutschlands ihren Dienst versahen.(LMT, Bd. 1, 1947, S. 300)

Auch der zum SD gehörende Personenkreis wurde in Nürnberg genau fest- gelegt:

Was den SD anbelangt, schließt der Gerichtshof die Ämter III, VI und VII des RSHA und alle anderen Mitglieder des SD ein, unter Einbeziehung der ört- lichen Vertreter und Agenten, gleichgültig, ob sie ehrenhalber tätig waren oder nicht, und gleichgültig, ob sie nominelle Mitglieder der SS waren oder nicht. (Ebenda, S. 301)

DIE ORDNUNGSEBOLTZETZ-EINE HORDE VON SADISTEN

Die sogenannte Ordnungspolizei war mit der SS eng verbunden. Das drückte sich besonders darin aus, daß derReichsführer SS bereits 1936 auchChef der Deutschen Polizei wurde. Neben ihm übernahmen andere SS-Führer wie Heydrich, Kaltenbrunner und Daluege im Polizeiapparat führende Positionen. Gleichzeitig wurden hohe Polizeioffiziere wie Otto Winkelmann in die SS über- nommen.

Mit ihren militärisch aufgezogenen Polizei-Divisionen,-Regimentern und -Bataillonen war die Ordnungspolizei in gleichem Maße wie die SS an zahl- losen Verbrechen beteiligt. So machte z. B. das Polizeibataillon Nr. 11 aus Kaunas(Litauen) innerhalb von 2 Tagen, am 27. und 28. Oktober 1942, die Stadt Sluzkjudenfrei. In einem Bericht an den Generalkommissar von Minsk heißt es über diesenEinsatz:

Was im übrigen die Durchführung der Aktion anbelangt, muß ich zu meinem tiefsten Bedauern hervorheben, daß letzteres bereits an Sadismus grenzte. Die Stadt selbst bot während der Aktion ein schreckenerregendes Bild. Mit einer unbeschreiblichen Brutalität... wurde das jüdische Volk, darunter aber auch Weißruthenen, aus den Wohnungen herausgeholt und zusammengetrieben. Überall in der Stadt knallte es, und in den Straßen häuften sich die Leichen der Juden... Abgesehen davon, daß das jüdische Volk, darunter auch die Hand- werker, furchtbar roh vor den Augen des weißruthenischen Volkes brutal mib- handelt worden ist, hat man das ruthenische Volk ebenfalls mit Gummiknüp- peln und Gewehrkolben bearbeitet.

Die nachfolgenden Dokumente geben Aufschluß über den Terror des 15.

Polizeiregiments: O. U., den 22. September 1942 Einsatzbelehl zur Vernichtung von Ortschaften