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VALRKU
496. 18. April 1944, Parczew.— Meldung der Gendarmerie über eine bewaffnete Aktion von Partisanen(Russen, Polen und Juden) auf das Gemeindeamt in Parczew Distrikt Lublin).
Unterkunft des Gend. Zuges(mot) 71 in Parczew.
Am 16. 4. 1944 gegen 22 Uhr wurde das Gemeindeamt in Parczew von einer bewaflneten Bande umstellt. Durch Klopfen an die Tür und Rufe: ‚Auf- machen, Gendarmerie‘‘, wurde die Wache veranlaßt, die Tür zu öffnen. So drangen 8 Banditen ein, öffneten gewaltsam die Schränke und warfen die Papiere und Akten auf einen Haufen. Diesen übergossen sie mit Wodka und zündeten ihn an. Die Einrichtung und die Holzteile des Gebäudes verbrannten
vollständig. Vom Gemeindeamt blieben nur die äußeren Wände stehen.
Die Banditen nahmen die im Gemeindeamt lagernden Lebensmittel und Kenn-
karten mit.
Die Wache des Gemeindeamtes wurde von den Banditen festgehalten, so daß sie nicht alarmieren konnte. Der Gemeindediener wurde von den Banditen verschleppt. Die Stärke der Bande steht nicht einwandfrei fest. Nach Aussagen verschiedener Zeugen waren es etwa 50 Mann. Die Bande setzte sich zusammen aus Russen, Polen und Juden. Bewaflnet war die Bande mit MG, MGI, Hand- granaten, Gewehren und Pistolen. Nach Zerstörung des Gemeindeamtes zog die Bande nach der Unterkunft der mot. Gend. und beschoß sie von drei
Seltener AIM, Meldungen der Gendarmerie des Distrikts Lublin, Bd NXXIV,
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