versehen, in Häftlingskleider gesteckt, in bräunlich-gelbe Drillichanzüge im Gegensatz zu den Polen, die blaugrau gestreifte Kittel trugen, und kriegten Holzschuhe mit Fetzen von jüdischen Gebettüchern(Talles) als Fuß- lappen. Dann bekamen wir Nummern, einge- brannt in den linken Unterarm und angenäht an die Kleider, mit einem dreieckigen Winkel, dessen Farbe den Häftling charakterisierte. Wir waren ausgeschieden aus der Welt dort draußen, entwurzelt aus unserem Land, losge- rissen von unserer Familie, eine bloße Num- mer, einzig von Bedeutung für die Schreibstu- be. Nichts blieb übrig als das nackte Leben — für die meistenauch das nicht mehr lange— und der Gedanke in unserer Brust, Den konnte uns auch die SS nicht rauben, und das ist das einzige, was wir gerettet haben,
Ins Zigeunerlager
Aus unserem Transport wurden gleich nach der Ankunft 3 Ärztinnen ausgewählt, die fürs Zigeunerlager in Birkenau gebraucht wurden, Das enthob uns vorläufig nicht von der Arbeit des Steinetragens. Unser schüchterner Ein- wand, daß wir als Ärzte notiert seien, trug uns nur ein paar schallende Ohrfeigen ein,
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