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ters vieler Jahre. Ihm verdanke ich etwas von der Kunst, wie man durch Zähigkeit aus dem Nichts eine Existenz schafft und, vom Schick- sal verworfen, doch noch eine positive Bilanz seines Lebens aufstellt und dankbar das Gute errechnet, das Gott uns bei allem gewährt. Vor dem Tor wurden wir gezählt: 122 Frauen von 260 angekommenen. Das Gitter wurde ge- öffnet, gerade so lange, bis wir hindurchmar- schierten, und dann mit eisernen Stangen fest verschlossen. Wir waren im FKL, nach der Chiffrierung an den Holzbaracken und den Wa- gen zu schließen.
Der erste Gang führte ins Badehaus, die Sau- na. Dort begann die eigentliche Prozedur: Ausziehen, Haareschneiden, nein, Kahlrasie- ren bis zum letzten Stummel, Duschen, Täto- wieren. Hier nahm man uns wirklich alles bis zum Letzten. Nichts blieb, nichts von unse- ren Kleidern oder Wäschestücken, keine Seife, kein Handtuch, keine Nadel und kein Eßbe- steck, nicht einmal ein Löffel; kein Schrift- stück, das uns rekognoszieren konnte, kein Bild, kein Schriftzug derer, die wir liebten. Die Vergangenheit war abgeschlossen, ausge- merzt. Nichts erinnerte mehr daran als der Name, Auch der mußte schwinden mit allem, was damit verbunden war. Wir wurden ohne Un- terwäsche, nur mit einem dünnen Hemdchen
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