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fähig und nicht verwendungsfähig für ein Ar- beitslager, von dem die Rede war. Auf mein Drängen holte man den jüdischen Arzt, der über die Eignung zur Abwanderung zu befinden hat- te,einen jungen, sich sehr wichtig vorkommen- den Doktor, der nach außen vor Verantwortung strotzte. Er untersuchte gründlich, hörte sich Herz und Lungen ab, fühlte den Bauch, ging ein paar Mal mit kräftigen Schritten im Zimmer auf und ab, druckste hin und her, rückte end- lich mit der Sprache heraus und hieß den Mann mitgehen. Ich traute meinen Ohren nicht, nahm den Kollegen beiseite und fragte ihn, ob das sein Ernst sei. Er schaute mich bedrückt an, gar nicht mehr großtuerisch, und nach einer Weile stieß er heraus:“Er oder ich. Einer muß dran glauben.” Er hatte schon viel zu viele zurückgestellt und war gemaßregelt worden. Arzt sein war eine Farce, sobald man zum Handlanger der Gestapo wurde. Der Kollege ging zur Belohnung für seine Dienste erst spä- ter nach dem Osten, um schließlich das Schick- sal seiner Patienten zu teilen.
Die fremde Stadt Am 6. Mai steckte man mich in das Sammella-
ger in der großen Hamburger Straße. Ich hatte
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