„Auf der Tagesordnung stehen folgende Punkte: erstens — Bericht des Stabschefs Oberst Kukuschkin; zweitens — Mitteilungen der Sekretäre der nationalen Komitees; drittens— organisatorische Fragen. Ich gebe dem Ge- nossen Kukuschkin das Wort.“ Iwan Michailowitsch stellt sich neben Heinrich. Ich gehe nach vorn- es ist meine Obliegenheit, aus dem Russischen ins Deutsche zu übersetzen. „Genossen“, beginnt Iwan Michailowitsch,„es ist Tat- sache, daß ein Geheimbefehl Himmlers existiert, die politischen Häftlinge von Bruckhausen ausnahmslos zu töten. Auch der on für die Durchführung dieses Befehls ist festgelegt. Ich übersetze. Kurlenschlin fährt fort:„In dem Befehl heißt es: Die Aktion muß spätestens an dem Tage beendet sein, an dem die Russen den Sturm auf Wien beginnen.“ Ich übersetze. Man hört das Wasser plätschern. „Nach unseren Informationen rücken die sowjetischen Truppen auf Wien vor. Heute sind die Kriminellen aus dem Lager entfernt worden. Das Wachbataillon hat erhebliche Verstärkung erhalten. Man darf nicht ver- gessen, solche Elemente wie Liesner und Faremba sind brennend daran interessiert, daß die Zeugen ihrer Bestialitäten, das heißt wir alle, beseitigt werden. Die sogenannten Feuerwehrleute, die auch zu unseren schlimmsten Feinden gehören, werden jetzt den Polizei- dienst im Lager ausüben. So ist die Lage, und sie zeigt ns, daß die Zeit zum entschlossenen Handeln ge- kommen ist.“ Aufgeregt übersetze ich. Der Berichterstatter fährt fort: „Vom heutigen Tage, von dieser Minute an sind wir der Stab des Aufstandes, des Aufstandes zur Rettung der besten Kämpfer der Widerstandsbewegung und
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