Liesner und der blondhaarige SS-Mann kommen her- beigelaufen. Liesner fragt:„Was ist passiert?“
Der zusammengekrümmte Franzose preßt die verletzte Hand gegen die Hüfte. Der Gehilfe des Kapo schlägt ihm klatschend ins Gesicht.
„Zeig die Hand her“, sagt Liesner und befiehlt ihm mit einer Geste, die Hand auf die Schienen zu legen.
Der Franzose rührt sich nicht.
„Na, wird’s bald!“
Der Franzose streckt die zitternde Hand aus, sieht sich um und hockt sich dann langsam nieder. Liesner er- greift einen daliegenden Hammer und schwingt ihn hoch. „Schneller!“
Die Hand des Franzosen zuckt zurück, er fällt auf die Knie.
„Schneller!“
Ein Schlag, ein Knirschen und ein wilder Schrei er- tönen fast gleichzeitig. Der blonde SS-Mann zieht seine Parabellumpistole und schießt auf den verstümmelten Menschen. Der Gehilfe des Kapo schleppt ihn am Bein zu dem Stacheldraht. Unser Kamerad ist tot. Der SS-Mann fotografiert den Leichnam.
Ich brauche den Kopf nicht zu wenden, um die Auf- seher zu erblicken- wir schippen die Erde gerade auf die Seite hinüber, wo sie stehen. Liesner sieht aus wie ein Wahnsinniger, sein Gehilfe macht eine finstere und undurchdringliche Miene. Die Nasenflügel des SS- Mannes beben.
Ein Pfiff ertönt, dann das Kommando:„Alles nach oben!“
Liesner weist mit der Hand auf das festgestampfte Plateau über uns.„Antreten!“
Wir klettern hoch und treten in zwei Reihen an. Der Gehilfe des Kapo kontrolliert, ob wir gut ausgerichtet
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