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Wie war das in Dachau? : Ein Versuch, der Wahrheit näherzukommen / von Johann Neuhäusler
Entstehung
Seite
72
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Dachau zusammen, errichtete zur Sammlung von Spenden ein eigenes Post- scheckkontoSühnemal KZ Dachau, Postscheckamt München Nr. 200 00, suchte einen geeigneten Architekten und fand ihn in Architekt Professor Wie- demann von der Technischen Hochschule München. Er fertigte in kurzer Zeit einen künstlerisch wie gedanklich ansprechenden, allseits bestens begutachte- ten Plan für eine turmartige, aus Natursteinen zu erstellende Kapelle am Ende der ca. 300 m langen Lagerstraße. Eminenz Kardinal Dr. Josef Wendel be- stimmte als Titel dieser KapelleTodesangst Christi, ein Hinweis auf die Todesangst, unter der in diesem Lager Zehntausende von Insassen jahrelang Tag und Nacht litten.

Am Freitag der Kongreßwoche(5. August), der in besonderer Weise dem Kreuzesgedanken gewidmet sein wird, soll nach der vormittägigen Grund- steinlegung der Kreuzeskirche vor dem Lager(Dachau-Ost) mittags mit Sonderzügen, Omnibussen und zu Fuß die großeWallfahrt nach Dachau sein und in einer eineinhalbstündigen Feier ebenso des Leidens Christi wie seiner Getreuen gedacht und die Kapelle geweiht werden.

3000 Jungmänner werden zu Fuß von München nach Dachau pilgern, betend und singend, ein Jahrhunderte altes, schweres Kreuz mittragend. Eine schöne Symbolik: Die Jugend will das Zeichen des Väterglaubens wieder dorthin bringen, von wo es durch Gottlosigkeit und Selbstvergötterung ver- bannt wurde. Und für immer will das mächtige, neue Kreuz im Mahn- und Sühnemal vor aller Welt bezeugen, daß Deutschland wieder zurückkehren will zu Christus, zum Heil der Welt! Auf dem wuchtigen Altar unter dem Kreuz wird in echter Buß- und Sühnegesinnungdurch Christus und mit Christus und in Christusein reines, heiliges, makelloses Opfer, das heilige Brot des ewigen Lebens und der Kelch des immerwährenden Heiles dar- gebracht und aller gedacht,die uns hier mit dem Zeichen des Glaubens vor- angegangen sind und im Frieden ruhen!