Über das weitere Schicksal der jüdischen Bevölkerung von Bodzentyn
Im September 1942, wahrscheinlich zwischen dem 15. und dem 21. September, wurde die gesamte jüdische Be- völkerung aus Bodzentyn auf die Chaussee und zu Fuß nach dem 25 Kilometer entfernten Suchedniöw getrie- ben. Für Greise, Frauen und Kinder waren einige Fuhr- werke bereitgestellt. Dieser Fußmarsch wurde von der Gendarmerie und der Polizei eskortiert, wobei die Be- gleitmannschaft die Unglücklichen bestialisch mißhan- delte, antrieb und mit Schlägen zwang, das befohlene Marschtempo einzuhalten.
Zu derselben Zeit wurden 600 Juden aus Blizyn, 350 aus Samsonowo, aus Zagnahsk und aus anderen Orten nach Suchedniöw gebracht, wo die Bahnstation war, Insge- samt wurden hier etwa 5000 Juden gesammelt. Suche- dniöw war einer der beiden Konzentrationspunkte im Kreis Kielce, wo die jüdische Bevölkerung gesammelt und in das Vernichtungslager abtransportiert wurde. Der andere Sammelpunkt war Kielce.
Die auf dem Marktplatz in Suchedniöw gesammelte jü- dische Bevölkerung, etwa 4500 Personen, wurde von den Naziokkupanten am Montag, dem 21. September 1942, am Tage des jüdischen Festes„Jom Kippur“(Ver- söhnungsfest) in die bereitgestellten und mit Kalk aus- gestreuten Viehwagen verladen. In Suchedniöw waren nur 250 Juden geblieben, deren Aufgabe es war, das Ghetto in Ordnung zu bringen, das zurückgelassene Gut zu sammeln, zu sortieren und so weiter. Nach Beendi- gung dieser Arbeiten wurden am 14. Oktober 1942 etwa 200 Personen in das Arbeitslager in Blizyn und 50
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