10) meinem Bruder in den Wald nach Pilzen gegangen,
ging ich raus. Es war traurig, so allein die Feldwege entlangzugehen. Nach vier Stunden war ich in Kiel- ce. Als ich beim Onkel hineinkam, sah ich, daß sie alle so traurig dasaßen, und ich erfuhr, daß Juden aus verschiedenen Straßen ausgesiedelt werden, und da wurde ich auch traurig. Abends ging ich auf die Straße raus, was zu besorgen.
5. April: Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen, so seltsame Gedanken kamen mir in den Kopf. Nach dem Frühstück ging ich nach Hause.
12. April: Der Vater hat mir erlaubt, daß ich Rad- fahren lernen darf. Also ging ich zu einem Jungen, der ein Fahrrad hat, damit er mich Radfahren lehr- te. Er war damit einverstanden.
20. April: Heute bin ich auch radgefahren, ich kann schon allein aufsteigen. Mehr wollte er mir aber nicht beibringen.
14. Mai: Es ist schon die zweite Woche- und es regnet und regnet. Ich habe nicht einmal was in
mein Tagebuch zu schreiben.
28. Mai: Heute bin ich zum erstenmal im Leben mit


