takt blieb. Unterwegs erschoß die SS noch einige unserer guten Kameraden aus Birkenau bei Fluchtversuchen.
Schluß
Wir waren dem grausigsten aller Konzentrationslager, dem größten Schlachtfeld dieses Krieges entronnen. Mit allen, die sich dazu bereitfanden, hatten wir solidarisch den Kampf gegen den Gastod aufgenommen. Brüderlich haben wir in dieser furchtbaren Zeit mit der polnischen Widerstandsbewegung zusammengearbeitet. Über‘Grau- samkeiten und Massenvernichtungen im Lager wurde die Weltöffentlichkeit von uns in Kenntnis gesetzt.
Auschwitz war für uns alle eine harte Schule, wohl die härteste, die je Menschen durchgehen mußten. Als wir das Lager verließen, konnten wir es selbst nicht begreifen, daß wir lebend davongekommen waren. Aber viele, nur zu viele haben wir dort lassen müssen. Sie sind dem Profit der IG-Farben, der Krupp, der Siemens und vieler anderer monopolistischer Unternehmen zum Opfer ge- fallen, und sie starben furchtbarsten Todes. Daran sollten wir, die wir der Hölle von Auschwitz entronnen sind, immer denken und nicht ruhen, bis die Urheber der Ver- brechen ihre gerechte Strafe erhalten haben und ihre Unternehmen in die Hände des Volkes übergeführt sind.
—- Nur so verhindern wir ein neues Auschwitz.—


