Gaskammern in Treblinka nur je 200 Menschen faß- ten. Die Art und Weise, wie wir unsere Opfer aus- wählten, war folgendermaßen: Zwei SS-Ärzte waren in Auschwitz tätig, um die einlaufenden Gefangenen- transporte zu untersuchen. Die Gefangenen mußten bei einem der Ärzte vorbeigehen, der bei ihrem Vorbeimarsch durch Zeichen die Entscheidung fällte. Diejenigen, die zur Arbeit taugten, wurden ins Lager geschickt. Andere wurden sofort in die Vernichtungs- anlagen geschickt. Kinder im zarten Alter wurden unterschiedslos vernichtet, da sie auf Grund ihrer Jugend unfähig waren zu arbeiten.
Noch eine andere Verbesserung, die wir gegen- über Treblinka machten, war diejenige, daß in Treb- linka die Opfer fast immer wußten, daß sie ver- nichtet werden sollten, während wir uns in Ausch- witz bemühten, die Opfer zum Narren zu halten, in- dem sie glaubten, daß sie ein Entlausungsverfahren durchzumachen hätten. Natürlich erkannten sie auch häufig unsere wahren Absichten, und wir hatten des- wegen manchmal Aufruhr und Schwierigkeiten. Sehr häufig wollten Frauen ihre Kinder unter den Klei- dern verbergen, aber wenn wir sie fanden, wurden die Kinder natürlich zur Vernichtung hineingesandt. Wir sollten diese Vernichtungen im geheimen aus- führen, aber der faule und Übelkeit erregende Ge- stank, der von der ununterbrochenen Körperverbren- nung ausging, durchdrang die ganze Gegend, und alle Leute die in den umliegenden Gemeinden leb- ten, wußten, daß in Auschwitz Vernichtungen im Gange waren. Von Zeit zu Zeit kamen Sonder- Gefangene an aus dem örtlichen Gestapo-Büro. Die SS-Ärzte töteten solche Gefangene durch Benzin- Einspritzungen.“
Die tatsächlich in Auschwitz vernichtete Anzahl von
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