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Die Stimme des anderen Deutschland : [dieses Buch soll vom Wesen des deutschen Widerstandes einen Eindruck vermitteln, an seiner Zusammenstellung wirkten zahlreiche Angehörige der deutschen Widerstandsbewegung mit] / [Hrsg. VVN]
Entstehung
Seite
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jeder Beschreibung. Die Schilderungen der wenigen alten Konzentrationäre, die jene Jahre überlebt haben, stimmen darin überein, daß es kaum eine Form des perver- tiertesten Sadismus gab, die von den SA-Leuten nicht praktiziert worden wäre. Die Totenkopfverbände, der SS wählten sich erst ab 1936 feste Standorte, deren Ein- richtungen von vornherein auf'Dauer berechnet waren. So entstanden die 3 Haupt- lager der SS: Dachau bei München, Buchenwald bei Weimar und Sachsenhausen bei Berlin. Sie wurden, wie man sieht, in Süd-, Mittel- und Norddeutschland die großen Stammlager der SS. Später kamen die KZs Groß-Rosen i. d. Lausitz, Flossenbürg bei Weiden in der Bayr. Oberpfalz, nahe der tschechischen Grenze, Nevengamme bei Hamburg, Ravensbrück i. Mecklenburg als Frauen-KZ und nach der Eroberung Oester- reichs, Mauthausen bei Linz hinzu.

Die organisatorische Leitung und Zusammenfassung der KZs erfolgte von Berlin aus. Das SS-Wirtschafts-Verwaltungs-Hauptamt, von dem Teile in Oranienburg neben dem KZ Sachsenhausen untergebracht waren, lenkte die gesamte Wirtschafts- und Finanz- Autonomie der SS, während alle übrigen Bereiche Personalfragen, Stellenbesetzung, Ausbildung, Sanitätswesen, Rassenbiologie usw. dem SS-Führungs-Hauptamt zuge- ordnet waren. Ueber beiden und der von ihnen unabhängigen Gestapo mit dem SD stand der Reichsführer SS Heinrich Himmler.

Das SS-WVH hat drei Stufen von Konzentrationslager geschaffen. Stufe I(Arbeits- lager) stellte die mildeste Form dar, Stufe II eine Verschärfung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse, Stufe III die Knochenmühlen, die man nur in den seltensten Fällen lebend verließ.

Die SS hat mit Ausbruch des Krieges, hauptsächlich aus den bereits angegebenen Gründen, aber auch weil ihr neue Serien von Gegnern in allen europäischen Lön- dern in die Hände fielen, die Zahl der KZs außerordentlich erhöht. Schon vorher hatte die Tendenz bestanden, von jedem Stammlager aus eine mehr oder minder große Anzahl sogenannter Außenlager zu gründen. Das Gesamtgebiet Deutschlands wurde systematisch mit diesen Terroreinrichtungen durchsetzt. 1939 scheint es ins- gesamt, unter Einrechnung der Außenlager, bereits mehr als 100 deutsche KZs aller Sorten gegeben zu haben, wenn auch nur die erwähnten großen KZ's ‚überragende Bedeutung hatten. Die Ausbreitung des Nationalsozialismus über Europa brachte dann einen wahren KL-Gründer-Boom. Es entstanden die weltberüchtigten Lager Auschwitz, Lublin, Maidaneck, Riga, Stutthof bei Danzig, Natzweiler i. d. Vogesen, Bergen-Belsen bei Hannover und eine lange Reihe von kleineren. Ohne alle Zweifel sind Millionen im Laufe der zwölfjährigen Herrschaft des Nationalsozialismus durch die Konzentrationslager gegangen. Nimmt man die Zahl der Toten von Auschwitz, die allein zwischen 3,5 und 4,5 Millionen zu liegen scheinen, sowie'anderer ähnlicher Lager zum Ausgangspunkt versuchsweiser Berechnungen, so ist leicht zu ersehen, daß es insgesamt mindestens elf Millionen Menschen gewesen sein müssen.

RENTABILITATSBERECHNUNG DER

Täglicher Verleihlohn durchschnittlich RM 6.- abzüglich Ernährung RM--.60 Bekli Amor", 107 79

durchschnittl. Lebensdauer 9 Mt.270X RM 5.30=RM 1.431. Erlös aus rationeller Verwertung der Leiche:}

1. Zahngold 3. Wertsachen 2. Kleidung 4. Geld abzüglich Verbrennungskosten RM 2. durchschittlicher Nettogewinn RM 200. Gesamtgewinn nach 9 Monaten RM 1.631.

zuzüglich Erlös aus Knochen und Aschenverwertung

Kogon:Der SS-Staat Bericht der ‚Fränkischen Presse Bayreuth vom 7.2.1947