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Internationale Solidarität
Die Mordbestien Himmlets tyrannisterten das deutsche Volk in den Lagern und außerhalb. Unterdes fügte sich in unermüdlicher Zusammenarbeit Stein auf Stein, auch in den Lagern, zu internationaler Verständigung, und manchem Häftling wurde dadurch das Leben gerettet.
„Als Sanitäter wurde ich vom Lager Buchenwald nach dem bolländischen K3. Vucht bei Hertoogenbosch überstellt.
Das KZ. war erst eröffnet worden und die Zustände einfach grauenhaft. Fast keine Verpflegung, Medizin war überhaupt nicht da. Bei diesen Zu⸗ ständen war es kein Wunder, daß wir im Monat Februar 1943 eine sehr bohe Zahl von Toten hatten.
Wir paar deutschen politischen Häftlinge haben uns sofort mit den im Laget befindlichen holländischen Arzten in Verbindung gesetzt, und mit deren Hilfe ist es uns auch gelungen, nach Überwindung gtoßet Schwierigkeiten. diesen unhaltbaren Zustand zu stoppen.
Nun war folgender Zustand eingetreten:
Die SS btachte uns in das Lager bolländische Leute, die schon zum Tode veturteilt waten.
Von Zeit zu Zeit wurde ein kleiner Transport zusammengestellt, der dann zur Hinrichtung ging.
Da im Laufe det Zeit die holländischen Kumpels in alle Verwaltungs⸗ stellen des Lagers gekommen waten, erfuhren sie natürlich immer rechtzeitig. wenn wieder ein neuer Transport weggehen sollte.
Nun war die Frage: Was konnte man dagegen tun?
Ein deutscher Kommunist war dort Leiter der Infektionsabteilung, und demzufolge war er in der Lage, bei gutem Geschick solche gefährdete Häftlinge in das Revier aufzunehmen und ihnen eine infektiöse Krankbeit anzudichten. wie Tuberkulose, Typhus und so fort.
Um das zu erreichen, mußten natlltlich die bolländischen Häftlinssärzte und der deutsche Sani Hand in Hand arbeiten.
Uns war es auch gelungen, mit dem Labotatorium der Universitätsklinit zu Utrecht in Verbindung zu kommen, denn die von uns eingeschickten Prä⸗ parate mußten natürlich so sein, wie wir sie brauchten. Und sie waren dann auch so, wie es notwendig war.
Durch diese Methode baben wir so manchen bolländischen Häftling vom Tode gerettet.
J. Birbie aus den Haag wird heute noch mit Freude daran denken, so auch Goudhart, Journalist, und ich wünsche nur, daß sie in Holland ihren Lands⸗ leuten sagen mögen, wie aut die Zusammenatbeit mit den deutschen Kom⸗ munisten war.
Alex Knoch. Drasden.
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