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Die Frauen von Ravensbrück / herausgegeben vom Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der Deutschen Demokratischen Republik ; zusammengestellt und bearbeitet von Erika Buchmann
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Westen unserer Heimat wird heute erneut mit Ge- fängnis bedroht, weil er in Westdeutschland für die Erhaltung des Friedens in der Welt eintritt.

Zur sowjetischen Delegation gehörten auch Solda- ten und Offiziere, die am 30. April 1945 Tausende Häftlinge aus der faschistischen Folterhölle Ravens- brück befreiten.

In einer langen Kette von Omnibussen und Per- sonenkraftwagen fuhren die Gäste von Berlin nach Ravensbrück. Die Natur schien diesem Tag zu Ehren ihr Festkleid angelegt zu haben. Strahlender Sonnen- schein lag über den Städten, den Dörfern, Wiesen, Feldern und Wäldern.

Frieden! Wir wollen in Frieden und Freundschaft mit allen Völkern leben! Das brachten die ungezähl- ten Transparente und Fahnen, die die Straßen und Häuser schmückten, zum Ausdruck. Dieser Wunsch leuchtete auch aus den Augen der Männer und Frauen, die den Gästen auf den Straßen, aus ihren Betrieben und Wohnungen zuwinkten. Wir tun alles für die Stärkung und Festigung unseres Arbeiter-und-Bauern- Staates und des mächtigen Weltfriedenslagers, wir arbeiten tatkräftig für die Erhaltung des Friedens, versicherten den Gästen aus aller Welt die Delegier- ten aus den volkseigenen Betrieben und aus den Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften so- wie Bürger von Fürstenberg, die ihre Stadt den Toten zur Ehre und den Lebenden zum Gruß in ein Meer von Fahnen und Blumen verwandelt hatten.

Auch die Herzen der vielen Tausend Kinder und Jugendlichen, die die Straßen auf dem Wege von Ber- lin nach Fürstenberg säumten, schlugen den Heldinnen von Ravensbrück in Verehrung und Dankbarkeit ent- gegen. Die Gäste waren tief bewegt, als ihnen kleine selbstgefertigte Geschenke und bunte Blumensträuße von Kinderhänden gereicht wurden. Sie fühlten, daß ihnen hier die Jugend des neuen Deutschlands ent- gegentrat, die Jugend der Deutschen Demokratischen

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