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schossen. Sie opferten lieber das eigene Leben, als Waffen gegen ihre Heimat schmieden zu helfen.
Von der internationalen Solidarität und dem Wider- standswillen der heldenhaft gegen Krieg und Faschis- mus kämpfenden Häftlinge getragen, konnten etwa 40 000 der Frauen, die Ravensbrück bis zur Befreiung passieren mußten, mit dem Leben davonkommen. Ihr Beispiel, ihre Disziplin, ihr Mut und ihre Opfer- bereitschaft wirkten sich auf alle Häftlinge aus und gaben ihnen die Kraft, bis zum Ende durchzuhalten. Eine der Widerstandskämpferinnen sagte das in einem Gedicht:
Kameradin, wenn du traurig bist,
denk daran: Dein Leid ist nicht verloren, denn aus tausend ungeweinten Tränen erst wird ein Herz, ein starkes Herz geboren.
Kameradin, wenn du müde bist,
laß dich tragen, fasse unsere Hände. Denk daran: Nur noch eine kurze Frist, und der lange Weg ist dann zu Ende.
Kameradin, halt die Augen offen,
schau dich um: Du bist hier nicht allein;
alle, die mit dir vom selben Leid betroffen,
wollen mit dir kämpfen, wollen deine Schwestern sein.
Kameradin, Kampf ist unser Ruf!
Kämpfen kann man nur mit hartem Herzen. Wenn dir Kampf und Leid die Freiheit schuf, heilt der neue Tag dir alle deine Schmerzen.
Kameradin, schau, die Sonne strahlt,
und die Erde fängt schon an zu beben, purpurrot hat sich der Osten angemalt, Sturm-bricht los— es kommt ein neues Leben!
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