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Die Frauen von Ravensbrück / herausgegeben vom Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der Deutschen Demokratischen Republik ; zusammengestellt und bearbeitet von Erika Buchmann
Entstehung
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Als eine größere Gruppe von Häftlingen einmal drei T'age lang kein Essen erhielt, weil sie sich geweigert hatte, Arbeit für den Krieg zu leisten, legten ihnen jugoslawische Partisaninnen ihr Brot in das Stroh, das sie für ihr Lager in einen Block tragen mußten.

Die Gefangenen im Strafblock, die unter besonders schweren Bedingungen leben mußten, erhielten von ihren Kameradinnen nachts Brot und Wäsche durch die Isolierdrähte zugeschoben.

Als die ersten polnischen Häftlinge nach Ravens- brück kamen und streng vom übrigen Lager getrennt wurden, übernahm es eine deutsche Kommunistin, sie laufend mit Medikamenten, Verbandstoff und Nach- richten zu versorgen.

Die sowjetischen Kriegsgefangenen führten einen Hungerstreik gegen die Vernichtung ihrer Kameradin- nen durch. Ihre Suppe sollte in einen anderen Block gegeben werden. Aber in diesem Block weigerten sich die hungrigen Häftlinge, dieses Essen anzunehmen. Das ganze Lager bot den sowjetischen Frauen sein Brot an. Sie nahmen es nicht mit der Erklärung: Hungerstreik sei Hungerstreik.

Diese internationale Solidarität war für alle Häft- linge eine Quelle des Mutes und der Kraft. Pelagia Mackowska, eine der polnischen Frauen, die in Ravens- brück zu experimentellen Operationen mißbraucht wurde, faßt die Empfindungen vieler Tausender Häft- linge zusammen, wenn sie in ihren Erinnerungen schreibt:

„Mein Mann, zwei minderjährige Söhne sowie zwei Brüder wurden von Gestapohäschern er- mordet, während ich— obwohl die Aussichten gleich Null waren— zwar mit dem Leben davon- kam, aber an Leib und Seele Schaden litt. In mir wurde jede Lebensfreude getötet, aber mein Glaube an die Menschen konnte nicht getötet wer- den. Ich wurde in dieser meiner Überzeugung ge-

stärkt, als sich um mich noch im Lager eine