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Die Frauen von Ravensbrück / herausgegeben vom Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der Deutschen Demokratischen Republik ; zusammengestellt und bearbeitet von Erika Buchmann
Entstehung
Seite
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Treppe, schlugen sie erbarmungslos und hetzten Hunde auf sie.

Viele Häftlinge saßen hier im Bunker monatelang, oft im Dunkelarrest. Es gab keine Bewegung im Freien für die Eingesperrten. Die Nahrung bestand aus Wasser und Brot. Nur jeden vierten Tag erhielten die Gefangenen eine Kelle Wassersuppe. Die meisten Frauen kamen anschließend an den Arrest für kürzere oder längere Zeit in den Strafblock. Viele verloren im Bunker den Verstand. Viele starben.

Die SS wandte den Häftlingen gegenüber mittel- alterliche Foltermethoden an. SS-Hauptsturmführer Ramdor, der Vertreter der Gestapo im FKL, gab das Vorbild. Er verhörte die Gefangenen häufig in einem Kellerraum der Kommandantur, mit Vorliebe sonn- abends, um möglichst wenig Zeugen zu haben. In die- sem Raum folterte und prügelte er so, daß die Wände über und über mit Blut besudelt waren und mehrere Häftlinge aus diesem Raum von der SS direkt in das Krematorium geschafft werden mußten. Der Polin Elska Kwiecala ließ er bei einem Verhör Kopf und Hände zusammenketten, warf mehrere Wolldecken über sie und versuchte, ein Geständnis mit der Dro- hung zu erpressen, er würde sie von einem Hund zer- reißen lassen. Erst als sie, nahe am Ersticken, ohn- mächtig wurde, ließ er sie frei.

Isa Sicinska, ebenfalls ein polnischer Häftling, be- richtete:

Ramdor ließ mir Handschellen anlegen, steckte zwi- schen die gespreizten Finger meiner Hände Bleistifte und drückte meine Finger dann so fest zusammen, daß die Bleistifte zerbrachen. Ich erhielt Faustschläge an den Kiefer und Peitschenschläge. Dann wurde ich eine Stunde lang mit dem Kopf immer wieder in eine Schüssel mit Wasser getaucht und erhielt abschließend noch einmal acht Peitschenhiebe.

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