Bruder, ihre Retter und Befreier. Sie winken mit der Sand, haben die Mützen abgezogen und sagen mit feier⸗ licher Stimme:„Wir sind von Bromberg.“ Gder:„Aus posen kommen wir!“—„Aus Thorn.“ Sie fragen nicht.„Ist nun alles zu Ende?“ Sie wissen es ja, und sie nicken, und aus ihren Augen schlägt eine Flamme von Dankbarkeit und Freude und Glauben.
Aber wenn sie von den Wochen erzählen, die hinter ihnen liegen, oder auch von den Jahren, dann gehen sie noch einmal durch ein dunkles, dorniges Tal, so finster und hoffnungslos, wie nur je Menschen fuͤr ihr Volkstum gehen mußten. Ihre Augen werden kalt und die Gesichter hart und verschlossen:„Sie haben uns mißhandelt, geschändet, gejagt, gemordet.“—
„Und alles, weil wir Deutsche sind!“
Der Sauptmann ist unbemerkt zwischen die Gruppe getreten. Er hat jedes Wort verstanden, nun nickt er mit einem hellen, zuversichtlichen Gesicht:„Ihr seid Deutsche geblieben, deshalb wird sich das Leid eines Tages wieder in Freude verwandeln!“ Er hält dem alten weißhaarigen, von Arbeit und Leid gebeugten Bauern mit dem hellen Blick die Sand hin. Sie sehen sich voll an, eine Ewigkeit lang. Ein Volk, lange und schmerzvoll getrennt, endlich vereint, reicht sich die Sand. Im weitermarschieren kommt uns der Ge⸗


