zerschossen quer über der Straße. Saͤuserwände sind ge ⸗ borsten. Dann kommt eine Barrikade aus Wagen und
Stämmen. Wir räumen das Sindernis zur Seite. Sohl
und rasselnd bricht sich der Marschtritt zwischen den Mauern. Die Pferde riechen den Brand und schnauben aufgeregt. Nirgends ein Mensch. Am Marktplatz hält ein Spähwagen, ein Verwundeter wird eben von einem Na⸗ meraden verbunden, und da erfahren wir, daß verhetzte Zivilisten auf die marschierende Truppe geschossen haben. Kameraden sind von tückischen und feigen Meuchelmoͤr⸗ dern erschossen worden. Der abziehende Feind hat die Brücke am Fluß gesprengt, der Marsch kommt ins Stocken.
Pioniere sind schon an der Arbeit, aber es konnen noch Stunden vergehen, ehe das Bataillon weiterrückt. Es gibt endlich warme Verpflegung. Rauend und schlür⸗ fend liegen wir in einem Garten dicht am Fluß. Drüben auf der Soͤhe rücken die letzten gegnerischen Truppen ab, ein Spähtrupp wird im Schlauchboot üͤbergesetzt und verschwindet rasch zwischen den Uferweiden. Dicht an der Brücke hat sich ein kurzer, heftiger Rampf abgespielt. inter Sandsäcken stand das Maschinengewehr in schwe · rem Feuer. Die Wand ist übersät mit Einschlägen. Zzwan⸗; zig Schritt entfernt liegen die eisernen Träger der Brücke tief im Wasser. Die Sockel sind gesprengt, geborsten und zerrissen, ein Bild der Vernichtung.


