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es nach unseren Serzen, reißt uns hoch. Wir gehoren immer mehr dazu. Das buͤrgerliche Kleid fallt von Stunde zu Stunde mehr ab.
Wir wuchten unsere Jeltbahnen über die Schultern und tappen die Straße zurück. Lastwagen überholen uns in schneller Fahrt. Staubwolken wirbeln hoch. An den Mauern glühen Plakate:
„Auf Befehl des Führers ist in diesem Bezirk, der zum Gperationsgebiet gehört, die gesamte vollziehende Ge⸗ walt an den Militärbefehlshaber übertragen worden
Wir tappen weiter, in unseren Ohren ist das Sausen des großen Geschehens. Die Bahnschranke fällt herab, und wieder hämmert ein Zug vorbei. Geschütze, wagen und immer noch einmal Geschütze, grauer, blanker Stahl, schlank und zuversichtlich, und aus allen Wagen die Gesichter der Kameraden. Die Ferne verschluckt das Zämmern, den Trommelwirbel. Minutenlang starren wir den letzten Wagen nach, wir hoͤren und sehen nichts, wir leben schon im Zukünftigen.
Die Schienen singen ein hartes Lied, auf und ab, auf und ab. Wir nicken stumm und hasten weiter. Die Zeit verfliegt. Es geht um Minuten. Wir sind jetzt Soldaten. Im engen Quartier, auf raschelndem Stroh leisten wir den Eid. Langsam und feierlich spricht der Offizier den Eid vor. Brausend und wuchtig folgt der Chor unserer


