II/A Romane, Erzählungen, Novellen{
14. Stephan Hermlin: Zwei Erzählungen. 1. Reise eines Malers in Paris. 2. Der Leutnant York von Wartenburg. Berlin 1947: Verlag Volk und Welt. 95 S.
Das Vorwori.charakterisiert die zweite, Erzählung:„Nur der Tod des Trägers dieser
Erzählung im August 1944 sowie auch sein Name entsprechen den Tatsachen. Alle
weiteren Umstände und Personen, von denen hier berichtet wird, sind frei erfunden.
15. Walter Hornung: Dachau— Eine Chronik.(Siehe 11/B/41.) 16. Wolfgang Langhoff: Die Moorsoldaten.(Siehe 11/B/12.) 17. Heinrich Mann: Lidice. New York, in der Emigration geschrieben.
18. Jo Mihaly: Die Steine.-(Siehe I/B/k/4.) Roman eines emigrierten Arztes.
19. Alfred Neumann: Es waren ihrer sechs.(Siehe I/B/n/l.) Roman um den Geschwister Scholl-Kreis.
20. Jan Petersen: Unsere Straße. Berlin 1947: Verlag J. H. W. Dietz Nachf.
21. Curt Riess: George 9— 4— 3— 3. Zürich 1946: Europa-Verlag. h Spionage-Roman aus der Widerstandsbewegung im zweiten Weltkrieg.
E 22. Anna Seghers: Das siebte Kreuz. Berlin 1946: Aufbau-Verlag GmbH., Berlin W 8. 1.30. Tausend. 420 S.(Während der Nazizeit bereits in USA. erschienen.)
Ein Roman, bei dem man nicht weiß, was man mehr bewundern soll, die Lebens- echtheit der Darstellerin oder das Einfühlungsvermögen der Dichterin, die ja selbst nicht im KZ. war. Sie schildert nach Berichten von Freunden, die sie in der Emi- gration besuchten, das Schicksal von 7 aus einem Konzentrationslager— das jedes Konzentrationslager in Deutschland gewesen sein könnte— geflüchteten Häftlingen,_ von denen es nur einem gelingt, durchzukommen.+ Das Jugendbuch aus der Reihe der KZ.-Romane, weil es ein so treffliches Bild des Hitler-Deutschlands 1937 in und außerhalb des Stacheldrahtes gibt.
23. Anna Seghers: Der Kopflohn.
24. Anna Seghers: Der Ausflug der toten Mädchen. Berlin 1947: Aufbau-Verlag GmbH. Novellenband. 1. Titelnovelle, 2.„Post ins gelobte Land”(Geschichte einer jüdischen Emigrantenfamilie), 3.(Schildert den Untergang eines berüchtigten KZ.-Aufsehers), 4.„Das Obdach”(Aus dem Paris des Jahres 1940).
25. Hans Siemsen: Die Geschichte des Hitlerjungen Adolf Goers.(Siehe 1/B/1/3.)
B 26. Ernst Sommer: Revolte der Heiligen.(Siehe 1/B/d/2) Erzählung vom Aufstand eines jüdischen Arbeitslagers.
27. Friedrich Schlotterbeck: Je dunkler die Nacht, desto heller die Sterne. Zürich 1946: Europa-Verlag. Erinnerungen eines deutschen Arbeiters 1933—1945.
28. John Steinbeck: The Moon is down.(engl.) Stockholm-London. The Continental Book Company(Zephyt Book Nr. 16): Roman über die norwegische Widerstandsbewegung zwischen 1940—45.
29. Bodo Uhse: Leutnant Bertram.(Siehe 1/B/1/1) B Roman aus dem spanischen Freiheitskampf.
30. Ernst Wiechert: Der Totenwald. München 1946: Kurt Desch Verlag. 196 S. Der bekannte deutsche\Dichter, einige Sommermonate 1938 wegen seines Ein- tretens für Pastor Niemö)ler zur Abschreckung nach Buchenwald geschickt, ver- sucht hier als ein Sehender das Geschehen zu deuten, besser noch: es geläutert zu schildern. Ein tiefinneres Buch, das durch die Abgeklärtheit vielleicht noch tiefer wirkt, besonders auf religiöse Gemüter. Es wurde bereits 1939 geschrieben.
31. A. E. Zucker: Deutschlands vergessene Freiheit. Berlin 1947: Pontes-Verlag. 300 S. B Eine Anthologie deutscher freiheitlicher Schriften von Luther bis zur Gegenwart. Es schließt mit Albrecht Haushofers, eines der letzten Opfer der Gestapo: „Moabiter Sonetten“.
32. Arnold Zweig: Das Beil von Wandsbek.
Dies Buch, das 1944 bereits in häbräischer Sprache erschien, soll in Kürze in Stockholm in deutscher Sprache herausgebracht werden. Es schildert in Roman- form eine Episode aus dem Hamburg der Jahre 1935/38. Ein Wandsbeker Fleischermeister(Albert Tegtjen) übernimmt an Stelle des verstorbenen Scharf- richters für eine hohe Summe die Hinrichtung von vier Kommunisten. Er unter- schlägt der Parteikasse ihren Anteil und scheidet nach dem Bekanntwerden mit seiner Frau freiwillig aus dem Leben.
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