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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
Entstehung
Seite
122
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siasmus ‚des Hundeschwanzes. Der Grund war ein

dreizehnjähriges Mädchen, das mit jeinem Ball spielte. Sie warf ihn um den Rücken herum gegen die Wand und fing ihn mit der Brust wieder auf, wenn er von der Wand zurückprällte. Der Hund hielt den Ball im Abenddunkel vielleicht für ein geheimnisyolles aufregendes Tier. Und der Ball federte leicht und helltönend zwischen der Wand

und der Brust des dreizehnjährigen Mädchens hin-

und her. Und der Hundeschwanz ging mit: Wand - Brust. Wand- Brust. Wand- Brust.

Süß, dachte der Mann, der aus der toten Stadt kam. Süß. Aber in fünf Jahren macht sie das auch nicht mehr. Wegen der Brust. Dann ist sie viel- leicht achtzehn. Oder zwanzig. i Er lachte laut über seinen Gedanken. Dann ging er weiter. Und ging mit großen sicheren Schritten in die lebendige Stadt hinein.

Als Bill Brook eine Stunde später in der Bade-

wanne seines Hotels stand und sich das eisige Wasser über den Rücken prasseln ließ, kam der kleine Schwarze von nebenan mit seinem Konser- vendosengelächter, stemmte beide Arme gegen die

Türfüllung und schrie iblechkehlig:Ohe; Alter,

bist du so versumpft, altes Sumpfhuhn, daß du gleich ins Wasser mußt? Kleines schmutziges Ver- hältnis gehabt, was, Alter? Oder haben sie dich in . deinem eigenen-Stadtteil mit Dreck beworfen, ja?

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