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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
Entstehung
Seite
115
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nickte er.DreiStunden links. Brei Stunden rechts. Dahin und rückwärts auch: Alles. Und er sagte: Barmbek, Eilbek und Wandsbek undHamm und Horn, sagte er. UndHasselbrook. Und St.Georg und Borgfelde. Er sagteRoothenburgs- ort und Billwärder. UndHammerbrook. Und Billbrook. Und er sagteHamburg und sagte Hafen und nochmalHamburg. Und er. sagte es so, ıdaß Bill Brook glaubte, er hätte Kanada ge- sagt und hätte Hopedale gesagt.Hafen sagte er undHamburg! Und dann wollte er wieder seine kurzen erdigen Finger hochheben und dem

W Fremden Zahlen vorzählen- aber dann winkte er

mit beiden Armen ab und sagte nur:Ach! In zwei Nächten. In zwei Nächten alles kaputt. Alles. Und sein Arm machte einen Kreis, in dem eine ganze Welt Platz hatte.

‚Bill Brook hob zwei Finger:Zwei Nächte? Nein!

Zwei? Zwei Nächte? Er lachte laut und erschrok- ken. Er lachte, und es war wie kleine Schreie, laut und erschrocken. Die ganze gewaltige große Stadt - in zwei Nächten? Er wußte nicht, was er anderes tun sollte, als lachen. Er dachte an Hopedale und

er dachte: Zwei Nächte. Hopedale würde sein wie

eine Lüge. Hopedale würde nicht mehr wahr sein nach zwei Nächten. Gelogen. Getilgt. Er dachte, daß vielleicht zehntausend Menschen unter der flachen Stadt liegengeblieben waren. Er lachte: Zehntausend Tote. Flach, platt und tot. Zehntau-

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