Druckschrift 
Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
Entstehung
Seite
107
Einzelbild herunterladen

yatte das Straßen- endiger. brocken, ıkrümel. krümelte

hundert

‚ne Frau,"

nes, Zer- jtes nur. otes. Er neckte&5 cht mehr inten, oh bei dem 95 Jiegen- »n, dachte Brust g6- nicht zu

est in der Jaran fest. fach und 30, Er sah sind nicht waren die .. Nur die 1, Die sind

Er nahm sich vor, die Stunde, die er noch nach hatte, doppelt schnell zu gehen. Er ging mitten auf der Straße. Das heißt, er mußte nun mitten auf der Straße gehen, denn die zusammengefalle- nen, auseinandergerissanen Häuser waren oft weit nach vorn gestürzt und ließen von der breiten Straße nur einen kleinen Strich, schmal und ‚un- regelmäßig wie ein Wildwechsel, als Fußpfad übrig. Er sah stur vor sich auf die Erde, Aber er fand seinen verlorenen voreiligen Stolz und seine übermütige Laune nicht wieder. Verloren, zer- krümelt, tot.

Auf einmal sah er, daß es doch evwas Lebendiges in dieser toten hauslosen lärmlosen leichenfinge- rigen Stadt'gab: Gras. Grünes Gras. Gras wie in Hopedale. Normales Gras. Millionenhalmig. Be- langlos. Dürftig. Aber grün. Aber lebendig. Leben- dig wie das Haar der Toten. Grauenhaft lebendig. Gras wieüberallinder Welt. Manchmal etwas über- graut, übertaut, überkrümelt, staubig. Aber doch grün und lebendig. Überall lebendiges Gras. Er grinste. Aber das Grinsen gefror, weil sein Gehirn ein Wort, ein einziges Wort, dachte. Das Grinsen wurde grau und staubig wie das Gras an einigen Stellen. Aber eisig übertaut. Friedhofsgras, dachte das Gehirn. Gras? Gut, Gras, ja. Aber Friedhofs- gras. Gras auf Gräbern. Ruinengras. Grausames gräßliches gnädiges graues Gras. Friedhofsgras, un-

vergeßliches, vergangenheitsvolles, erinnierungs-

oz X