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seit einer halben Stunde war es immer stiller ge- worden. Immer weniger Menschen wohnten links und rechts in den’ Häusern und es standen immer weniger Häuser links und rechts von. der Straße. Die Kinder, die Hunde und die Autos wurden seltener, immer seltener. Nur der zerhackte Mozart wehte noch zum Hohn durch diese plötzliche Stille. Das Leben wurde immer weniger, seltener, leiser. Dann blieb es ganz weg, kam kaum an- gedeutet für ein paar hundert Meter wieder, blieb dann doppelt so lange aus, kleckerte sich noch mal mit ein paar Häusern einige Schritte neben der Straße entlang, seltener, weniger. Immer leiser, leiser. Immer leiser wurde das Leben.
Er stand an einer großen Kreuzung. Er sah zurück: Kein Kind? Kein Hund? Kein Auto? Er sah nach links: Kein Kind. Kein Hund. Kein Auto. Er sah nach rechts und nach vorn: Kein Kind und kein Hund und kein Auto! Er sah die vier endlosen Straßenzüge entlang: Kein Haus. Kein Haus! Nicht ‘einmal ein Häuschen. Nicht einmal eine Hütte. Nicht einmal.eine vereinsamte, stehengebliebene, zittrige, wankende Wand. Nur die Schornsteine stachen wie Leichenfinger in den Spätnachmittags- himmel. Wie Knochen eines riesigen Skelettes. Wie Grabsteine. Leichenfinger, die nach Gott griffen, die dem Himmel drohten. Kahle, magere,'ge- krümmte, angegangene Leichenfinger. Welche der
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