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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
Entstehung
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ten ein menschliches Grinsen nicht unterdrücken, was sich ungeheuer merkwürdig ausmachte. Jeder i Zoll ein Staatsbeamter- aber die primitive Würde der stumpfen Berufssoldatengesichter war zu einer Grimasse verzerrt. Sie wollten nicht lachen, bei

‚Gott, nein! Aber sie mußten. Kennst du das Ge-

fühl, das gönnerhafte, wenn du mit jemandem

.böse bist und ihr seid beide Masken der Unver-

söhnlichkeit, und nun geschieht irgend etwas Ko- misches, das euch beide zum Lachen zwingt- ihr wollt nicht lachen, bei Gott, nein! Dann zieht sich das Gesicht aber doch in die Breite und nimmt jenen bekannten Ausdruck an, den man am tref- fendsten mit saures Grinsen benennen könnte. So erging es nun den Blauen, und das war die einzige menschliche: Regung, die wir überhaupt an ihnen bemerkten. Ja, dieser Theologe, das war eine Motte! Er war gerissen'genug, verrückt zu sein- aber er war nicht so verrückt, daß seine Gerissen- heit darunter litt.

Wir waren siebenundsiebzig Mann in der Manege, und eine Meute von zwölf uniformierten Re- volverträgern umkläffte uns. Einige mochten zwanzig und mehr Jahre diesen Kläfterdienst aus- üben, denn ihre Münder waren im Laufe der Jahre bei vielen tausend Patienten eher schnauzenähn- lich geworden. Aber diese Ausgleichung an das Tierreich hatte nichts von ihrer Einbildung ge- nommen. Man hätte jeden einzelnen von ihnen so

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